Samstag, 07. März 2020

Großbrand in Burgstall weitgehend unter Kontrolle – Nachlöscharbeiten dauern an

Nach mehr als 24 Stunden ist der Großbrand in Burgstall am Samstagmittag weitgehend unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten werden jedoch weiter andauern. Mittlerweile wurde begonnen, das Gebäude der Metzgerei Pfitscher stellenweise abzutragen, um auch letzte Glutnester erreichen zu können.

Der Brand ist mittlerweile unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten im Gebäude der Metzgerei Pfitscher dauern an.
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Der Brand ist mittlerweile unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten im Gebäude der Metzgerei Pfitscher dauern an. - Foto: © Diddi Osele/LFV
Seit Freitagmittag, also seit mehr als 24 Stunden, kämpfen Hunderte Einsatzkräfte gegen den Brand im Gebäude der Metzgerei Pfitscher in Burgstall.

Dieser war gegen 13 Uhr ausgebrochen und hatte sich rasant ausgebreitet, wie Diddi Osele vom Landesfeuerwehrverband gegenüber STOL berichtet.

„Das Feuer startete im Inneren der Metzgerei, breitete sich aber über die Styropor-Isolierung an der Außenwand, die unter der Metallfassade installiert worden war, rasant auf das ganze Gebäude aus“, so Osele.

Kilometerlange Schlauchleitungen mussten gelegt werden, um den Wasserbedarf mit Wasser aus der Etsch decken zu können.

Am Freitag waren rund 300 Wehrleute von 20 Feuerwehren aus dem Burggrafenamt durchgehend im Einsatz, auch am Samstag sind noch 200 Wehrleute vor Ort.

„Mittlerweile ist der Brand weitgehend unter Kontrolle, nun wird das Gebäude mittels Bagger abgetragen, um auch die letzten Glutnester zu erreichen“, erklärt Osele. Die Baggerfahrer tragen dabei Atemschutzmasken.

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Während sich der Zivilschutz des Weißen Kreuzes um die Versorgung der Feuerwehrleute kümmert, sind auch Experten der Landesagentur für Umwelt vor Ort, um die Luftwerte zu messen.

Da ieri pomeriggio i nostri volontari della Sezione della Protezione Civile sono in intervento al grande incendio di...

Posted by Landesrettungsverein Weißes Kreuz on Saturday, March 7, 2020


Der Brand hatte eine starke Rauchentwicklung mit sich gebracht, der Rauch hatte sich über den gesamten Meraner Talkessel verbreitet.


Anrainer waren angehalten worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten und sich so wenig als möglich im Freien aufzuhalten.

Mittlerweile, so berichtet Osele, sei auch der Rauch weniger geworden, auch seien die Grenzwerte nicht überschritten worden.



Die gesamte Produktionshalle der Metzgerei fiel dem Feuer zum Opfer, der Bürotrakt konnte hingegen gerettet werden.

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Auch ein Wohnhaus, das nur 10 Meter von der Metzgerei entfernt ist, wurde durch das beherzte Eingreifen der Wehrleute verschont.

Mittlerweile wurden Tankfahrzeuge, die nicht mehr vor Ort benötigt werden, wieder in ihre Gemeinden zurückgeschickt, um dort für einen eventuellen Notfall gewappnet zu sein. Auch wurden jene Wehrleute, die die ganze Nacht durch im Dienst standen, von anderen Wehren abgelöst.

Die Berufsfeuerwehr Bozen, die Landesfeuerwehrschule in Vilpian und einige Privatfirmen greifen den lokalen Feuerwehren unter die Arme und helfen sowohl beim Löschen der Glutnester, der Wiederbefüllung der Atemluftflaschen und beim Abtragen des Gebäudes.

Der Einsatz wird voraussichtlich noch länger andauern.

Ersten Schätzungen zufolge beläuft sich der entstandene Schaden auf rund 50 Millionen Euro.

liz

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