<b>von Karl Tschurtschenthaler</b><BR /><BR />„Auch beim zweiten und dritten Schnitt haben wir leider große Ausfälle“, sagt Bauernbund-Bezirksobmann Manfred Vallazza. Es fehle einfach der Regen. „Und leider schaut es nicht danach aus, dass sich das in nächster Zeit wesentlich ändert.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1342272_image" /></div> <BR /><BR />Für die Bauern sei das Jahr 2026 eine enorme Herausforderung. „2026 ist kein leichtes Jahr für die Landwirtschaft im Pustertal und seinen Seitentälern“, betont Vallazza. Vor allem die Hänge seien stark betroffen. „Das bissl, das dort noch wächst, wird von der Sonne verbrannt.“<BR /><BR />Die Folgen sind gravierend. Viele Betriebe werden Futter zukaufen müssen, um ihre Tiere versorgen zu können. Gleichzeitig ist auch die Maisernte von der Trockenheit stark betroffen. „Es ist einfach viel zu trocken. Die Pflanzen können sich nicht richtig ausbilden, bleiben klein oder verdorren“, erklärt der Bezirksobmann.<BR /><BR />Große Hoffnungen setzen die Landwirte nun auf eine finanzielle Unterstützung des Landes. Gespräche habe der Bauernbund bereits geführt. „Jetzt müssen wir schauen, ob und wo Gelder lockergemacht werden können“, sagt Vallazza.<BR /><BR />Eine flächendeckende Bewässerung sei keine Lösung. Zwar würden einzelne Wiesen beregnet, insgesamt sei Wasser jedoch selbst zur Mangelware geworden. „Wir haben große Probleme mit dem Wasser. Wir müssen sparen“, warnt Vallazza. Viele Quellen führten deutlich weniger Wasser als gewöhnlich, einige seien sogar versiegt. „Im Winter fehlte der Schnee und jetzt fehlt der Regen. Das ist fatal. Wir müssen ernsthaft aufpassen, dass wir nicht ein Problem mit dem Trinkwasser bekommen.“<BR /><BR />Zunehmend macht sich die Trockenheit auch auf den Almen bemerkbar. Nicht nur die Weiden liefern deutlich weniger Futter als in normalen Jahren, auch die Almmahd hat heuer wesentlich geringere Erträge gebracht. „Es fehlt überall an Futter“, sagt Vallazza. Deshalb werden voraussichtlich viele Bauern ihr Almvieh früher als geplant ins Tal zurückbringen müssen. Dort muss es mit Futter versorgt werden, das aufgrund der schlechten Ernten ohnehin knapp ist. „Das ist ein fataler Kreislauf“, fasst Vallazza die Situation zusammen.