Freitag, 10. März 2017

Große Lawinengefahr am Wochenende

Das gute Wetter am Wochenende für eine Skitour nutzen? Keine gute Idee. Fast im ganzen Land herrscht am Wochenende große bzw. erhebliche Lawinengefahr.

Am Wochenende herrscht in Südtirols Bergen eine kritische Lawinen-Situation.
Badge Local
Am Wochenende herrscht in Südtirols Bergen eine kritische Lawinen-Situation. - Foto: © shutterstock

Insbesondere am zentralen und östlichen Alpenhauptkamm ist von einem Ausflug in die Berge dringendst abzuraten. Dort herrscht am Samstag nämlich Lawinengefahr der Stufe 4, also große Lawinengefahr. 

„Vor allem von den eingewehten Hängen sind spontane Lawinen zu erwarten, die teils auch große Ausmaße erreichen können. Die spontane Aktivität nimmt mit dem Temperaturanstieg und der Sonneneinstrahlung im Tagesverlauf zu,“ schreibt der Lawinenwarndienst. 

Skibergsteiger aufgepasst! 

Eine kritische Tourensituation herrscht fast im ganzen Land. Lediglich in einigen südlichen Landesteilen ist die Lawinengefahr mäßig. Dort, wo nicht gerade Stufe 4 ausgerufen wurde, herrscht immerhin Lawinengefahr der Stufe 3, also erheblich.

„Die Schneedecke ist in vielen Hängen nur schwach verfestigt. Frisch entstandene Triebschneebretter und eine schwache Altschneedecke schränken die Tourenmöglichkeiten stark ein. Vor allem in den sonnenbeschienenen Hängen nimmt die Auslösebereitschaft von Lawinen im Tagesverlauf zu. Bei Touren oder auch Abfahrten außerhalb der Pisten wird Vorsicht empfohlen,“ so der Lawinenwarndienst. 

Nordtirol: Immer wieder Alpinunfälle

In Nordtirol kam es im Laufe des Freitags immer wieder zu Lawinenabgängen und Alpinunfällen.

Quelle: Dieter Peterlin

"Das sind die aktuellen Schneehöhen auf unseren Bergen. Jetzt liegt so viel Schnee wie  noch nicht zuvor im Winter, am meisten am Alpenhauptkamm zwischen Passeiertal und Ahrntal", schreibt Landesmeteorologe Dieter Peterlin am Freitag.

In jenem Gebiet mit dem meisten Schnee sei auch die Lawinengefahr am größten, auch am Samstag herrsche hier die zweithöchste Stufe 4, "groß", so der Meteorologe.

stol

stol