Zum einen kämpfen sie mit dem lediglich vier Grad kaltem Wasser, zum anderen ist die Tiefe auch aus tauchtechnischer Sicht eine große Herausforderung. Bei der Bergung des Wracks soll eine Kombination aus Seilwinde und – vermutlich zwei – Bergeballons zum Einsatz kommen, erklärte Wolfgang Falch von einer auf Extrembergungen spezialisierten Firma.„Extrem lebensfeindliche Umgebung“ Da der zeitliche Rahmen in dieser Tiefe für die Taucher äußerst beschränkt ist, muss das Wrack, seine Umgebung und sein Zerstörungsgrad zunächst mit einer Kamera untersucht werden, erklärte Falch: „Erst dann kann eine Strategie für die Bergung erstellt werden.“ Zudem müsse das Risiko für die Taucher so gering wie möglich gehalten werden. In einer derartigen Tiefe herrscht laut dem Experten eine „extrem lebensfeindliche Umgebung“.Bei der Bergung soll schließlich eine Kombination von Ballonen und Seilwinde zum Einsatz kommen. „Ich bin Gegner einer Bergung rein mit Ballons“, sagte Falch. Diese sei bedeutend schwieriger zu kontrollieren. Der Experte rechnet daher damit, dass bei einem Objekt dieser Größenordnung zwei Ballons und eine Seilwinde notwendig sein werden. Ein solches Luftkissen habe ein Fassungsvermögen von in etwa 1.000 Litern. Bei diesem Einsatz würde ein Spezialmodell eingesetzt, das per Austauschventile den Druck selbst regeln könne.Die Ballons müssen von Tauchern befestigt und anschließend mit Pressluft befüllt werden. Mit der Seilwinde kann laut Falch ein kontrollierter Aufstieg durchgeführt werden. Die Arbeiten seien aber schwierig, da die Taucher in dieser Tiefe lediglich zehn Minuten zu Verfügung hätten und nach dem Aufstieg, der wegen der Gasbildung im Körper über zwei Stunden in Anspruch nimmt, zwölf Stunden pausieren müssen. apa