Montag, 11. Januar 2021

Große Trauer nach Lawinentod von Paolo Pitscheider

Im Gadertal und weit darüber hinaus ist die Bestürzung nach dem Tod von Paolo Pitscheider groß. Der 50-Jährige war unter anderem als ausgezeichnet ausgebildeter Hauptfeuerwehrmann und Höhenretter bekannt und beliebt.

Paolo Pitscheider starb bei einem tragischen Lawinenunglück am Wochenende.
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Paolo Pitscheider starb bei einem tragischen Lawinenunglück am Wochenende. - Foto: © privat
Paolo Pitscheider war am Samstag im Grenzgebiet zu Ampezzo von einer Lawine verschüttet und getötet worden.

Der Gadertaler war mit 2 Freunden unterwegs, als es zum schrecklichen Unglück kam. Seine Begleiter, die bereits kurz vorher abgefahren waren, setzten sofort den Notruf ab und begannen nach dem 50-Jährigen zu suchen. Als der Rettungshubschrauber SUEM aus Pieve di Cadore (Belluno) mit den ersten Rettungsmannschaften zum Unglücksort gelangte, konnte am Lawinenfuß das Signal des Verschütteten geortet und die Suche auf diesen Bereich konzentriert werden.

Unter rund 80 Zentimeter Schnee wurde Pitscheider gefunden. Aber für den Hauptfeuerwehrmann aus Pedratsches (Gemeinde Abtei) kam jede Hilfe zu spät, er konnte nur mehr tot geborgen werden.

Im Gadertal und weit darüber hinaus herrscht nun Bestürzung und Trauer. Pitscheider war bekannt und beliebt. Der 50-Jährige war Hauptfeuerwehrmann bei der Bozner Berufsfeuerwehr.

Feuerwehrkollegen geschockt

„Der Kommandant der Berufsfeuerwehr Bozen, Florian Alber, und die gesamten Feuerwehrkollegen sind geschockt von der am Nachmittag eingetroffenen Nachricht, dass der Berufsfeuerwehrmann Paolo Pitscheider bei einer Skitour tödlich verunglückt ist. Die gesamte Belegschaft drückt in diesen traurigen Moment der Familie ein aufrichtiges Beileid aus“, schreibt die Berufsfeuerwehr in einer Aussendung.


Mit Pitscheider verliere die Berufsfeuerwehr einen guten, stets gut vorbereiteten Feuerwehrkameraden und ausgezeichnet ausgebildeten Hauptfeuerwehrmann und Höhenretter.

Pitscheider hinterlässt seine Frau Esther und die 3 Kinder Leon, Maria Chiara und Aaron.

Erst vor rund einer Woche war es im Schnalstal zu einem tragischen Lawinenunglück gekommen. Dabei verloren Michael Grüner und seine Ehefrau Monika Gamper ihr Leben.

stol

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