„Bis heute gab es heuer in vielen Teilen Südtirols weniger als die Hälfte des üblichen Niederschlags“, betont Meteorologe Dieter Peterlin. Grund für die anhaltende Trockenheit seien die lang andauernden Phasen mit Hochdruckwetter. „Besonders trocken ist es in der Osthälfte des Landes“, so Peterlin. So fielen im Pustertal nur 20 bis 30 Prozent der normalen Niederschläge. Aber auch im Eisack- und Wipptal war es mit 30 bis 40 Prozent der Norm sehr trocken. Etwas besser, wenn auch immer noch viel zu trocken, sehe es im Unterland, im Burggrafenamt und im Vinschgau aus: Hier fielen zwischen 45 und 65 Prozent der durchschnittlichen Niederschläge. „Ein Blick in die Niederschlagsaufzeichnungen seit Beginn der Messungen vor über 90 Jahren zeigt, dass 2011 bislang bis auf wenige Ausnahmen zu den fünf trockensten Jahren gehört“, erklärt Peterlin. Im Raum Bruneck sei es bis heute überhaupt der trockenste Jahresbeginn gewesen, so der Meteorologe.Das vergangene Mal ähnlich trocken verliefen die ersten vier Monate des Jahres 2003, damals folgte dann bekanntlich der Rekordhitzesommer.Waldbrandgefahr steigt Wegen der anhaltenden Trockenheit steigt die Waldbrandgefahr. Der Landesforstdienst ruft die Bürger deshalb zur Mitarbeit auf. "Ausflügler sollten bei Spaziergängen durch den Wald, der durch die Trockenheit bereits in Mitleidenschaft gezogen ist, achtsam sein", unterstreicht Günther Unterthiner, Direktor des Landesamts für Forstplanung. Besondere Vorsicht ist beim Entfachen von Feuer im Wald und Waldnähe geboten. Der Forstdienst des Landes erinnert daran, dass im Wald und in einer Entfernung von weniger als 20 Meter davon kein Feuer entzündet werden darf. Auch sorglos weggeworfene Zigarettenstummel können Brände entfachen. Beim ersten Anzeichen eines Waldbrandes ist sofort die Notrufnummer 115 zu wählen.