Als die Eltern der 3-Jährigen am Dienstag im Kindergarten in Morro d'Oro vorstellig wurden, um ihr Kind abzuholen, erklärte ihnen das Personal, dass das Kind dort nie angekommen sei. <BR /><BR />Nach bangen Minuten der Verzweiflung schließlich das große Aufatmen: Das Kind wurde im Bus entdeckt, in den es am Morgen gestiegen war, um zum Kindergarten zu fahren. Der Bus war in einer Halle geparkt worden. Dort hatte das Kind tief und fest geschlafen, bis es von seinen glücklichen Eltern geweckt wurde.<BR /><BR />Das Mädchen war nicht mit seinen Klassenkameraden an der Bushaltestelle ausgestiegen, und weder Personal noch Busfahrer hatten bemerkt, dass sich das Kind noch schlafend auf einem der Sitze befand. Im Anschluss an den Vorfall wurde die 3-Jährige zur Untersuchung in das Krankenhaus von Giulianova (Teramo) gebracht, rehydriert und konnte sofort wieder entlassen.<h3> „Der Vorfall ist inakzeptabel“</h3>Glücklicherweise geht es dem Kind gut, aber der Vorfall ist inakzeptabel“, kommentiert die Bürgermeisterin von Morro d'Oro, Romina Sulpizii.<BR /><BR /> „Heute Morgen haben wir uns mit den Verantwortlichen der beiden Genossenschaften getroffen, die den Dienst verwalten und für die der Fahrer und die Assistentin, die im Bus waren, arbeiten. Die Genossenschaften führen interne Untersuchungen durch, die betroffenen Betreiber wurden inzwischen suspendiert“, so der Bürgermeister.<h3> Bereits mehrere Fälle vergessener Kinder</h3>In der Provinz Teramo haben sich in den vergangene 18 Monaten bereits 2 ähnliche Vorfälle ereignet: Im Juni 2023 wurde ein ebenfalls 3-jähriges Kind in Campli 8 Stunden lang im Schulbus vergessen; die Staatsanwaltschaft von Teramo leitete eine Untersuchung wegen Kindesvernachlässigung ein. Im vergangenen März wurde ein 4-jähriges Mädchen in einer Gemeinde des Valle del Fino in einen ähnlichen Vorfall verwickelt. <BR /><BR />„Abgesehen von den Einzelfällen und den beteiligten Akteuren“, so der Bürgermeister von Morro d'Oro, „ist es notwendig, strukturell zu intervenieren, damit sich solche Vorfälle nicht wiederholen. Es handelt sich um einen wichtigen Dienst für die Gemeinschaft, der ein Höchstmaß an Schutz für die Minderjährigen erfordert: ein Protokoll ist erforderlich.<BR />Aus diesem Grund haben wir die Unternehmen aufgefordert, den Dienst so umzugestalten, dass eine größere Aufmerksamkeit gewährleistet ist, und wir werden in den nächsten Tagen die Auswirkungen auf den Vertrag prüfen.“