Freitag, 20. Mai 2016

Großes Interesse am Berufsbild des Berg- und Skiführers

16 Alpinisten haben die anspruchsvollen Eignungsprüfungen für die Zulassung zur Ausbildung zum Berg- und Skiführeranwärter in Südtirol bestanden und werden im Juni mit der zweijährigen Ausbildung beginnen. So viele auf einmal haben schon lange nicht die Aufnahme geschafft.

Seit langem hat es nicht mehr so viele Teilnehmer zur Ausbildung zum Berg- und Skiführeranwärter gegeben wie in diesem Jahr.
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Seit langem hat es nicht mehr so viele Teilnehmer zur Ausbildung zum Berg- und Skiführeranwärter gegeben wie in diesem Jahr. - Foto: © STOL

Unter dem Motto „Herausforderungen in allen (Himmels-)Richtungen“ steht der im Juni startende Ausbildungskurs zum Berg- und Skiführeranwärter in Südtirol, denn er verlangt den Kandidaten zeitlich und inhaltlich so einiges ab.

Seit langer Zeit hat es bei einem Ausbildungskurs nicht mehr so viele Teilnehmer gegeben, welche die anspruchsvollen Eignungsprüfungen bestanden haben und somit zum zweijährigen Ausbildungskurs zugelassen wurden. In diesem Zyklus sind es fast doppelt so viele wie in den vergangenen Jahren.

„Dies zeigt deutlich, dass das Interesse an diesem Berufsbild gestiegen ist und dass das Niveau im alpinen Bereich in unserem Land ansteigt und sehr hoch ist“, erklärt sich der Präsident Flavio Moroder die hohe Zahl.

Im Zwei-Jahres-Rhythmus organisiert das Land Südtirol in Zusammenarbeit mit der Landesberufskammer der Südtiroler Berg- und Skiführer die Ausbildung zum Berg-und Skiführeranwärter. Die Eignungsprüfung findet jedes Jahr statt und besteht aus einem Curriculum mit Tourenberichten, einem Eistest, einem Skitest und einem Felstest.

Jene Teilnehmer, die diese Eignungsprüfungen bestanden haben, sind anschließend zur zweijährigen Ausbildung zum Berg- und Skiführeranwärter zugelassen, welche im Juni dieses Jahres beginnt.

Der technische Leiter Steiner Erwin betont: „Die Anwärter, die zur Ausbildung zugelassen werden und daran teilnehmen, sind bereits in allen Disziplinen gereifte Alpinisten.“

Während der Ausbildung erlernen die Kandidaten das Begleiten und Führen von Menschen in den verschiedenen Disziplinen des Bergsteigens (Skitouren, Klettern, Hochtouren und Eisklettern) und verlangt ihnen somit umfangreiche praktische und theoretische Fähigkeiten ab, die für die zukünftige Berufsausübung fundamental sind. Um den Berg- und Skiführeranwärterstatus zu erlangen, müssen alle Prüfungen im Laufe der zweijährigen Ausbildung positiv abgeschlossen werden.

Nach einem Jahr Berufspraxis und der Teilnahme an einem Abschlusskurs erreichen die Kandidaten nach rund drei Jahren den Titel Internationaler Berg- und Skiführer (IVBV).

Die Südtiroler Berg- und Skiführerausbildung genießt international einen sehr guten Ruf. Dies ist nicht allein auf die geographische Lage, sondern vor allem auf das hohe Niveau und die Tradition der Südtiroler Ausbildung zurückzuführen, welche zum größten Teil von dem Land Südtirol unterstützt wird. Der Abschluss der Ausbildung zum Berg- und Skiführer dokumentiert die höchste anerkannte Qualifikation im Bereich „Berg“.

stol

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