Er steht im Verdacht, am Freitagabend in einer Wohnung am Stadtrand von Rom einen Landsmann, den 39-jährigen Kamal Uddin, dessen 38-jährige Ehefrau Hosne Jahan Momotaj und deren achtjährige Tochter Arowa mit einer Machete getötet zu haben.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1329234_image" /></div> <BR /><BR />Der 20-jährige Sohn der Familie, der als Einziger den Angriff überlebte, befindet sich weiterhin auf der Intensivstation des Gemelli-Krankenhauses. Er wurde wegen eines Schädelbruchs mit Hirnblutung neurochirurgisch operiert. Nach Angaben der Ärzte ist er ansprechbar und orientiert, sein Zustand bleibt jedoch kritisch. Die Leichen der Eltern und der achtjährigen Schwester wurden der Gerichtsmedizin der Katholischen Universität übergeben. Die Obduktionen sollen in der kommenden Woche erfolgen.<BR /><BR />Seit der Identifizierung des Verdächtigen durch die Mordkommission der Polizei in Rom läuft die Suche im ganzen Land. Polizeistreifen, Carabinieri und andere Sicherheitskräfte kontrollieren anhand von Fahndungsfotos mögliche Hinweise. Nachdem das Bild des Gesuchten über die sozialen Medien und WhatsApp-Kanäle der Polizei verbreitet worden war, gingen innerhalb von weniger als 24 Stunden rund 50 Hinweise ein. <BR /><BR />Einer davon führte am Samstagnachmittag zu einem Großeinsatz in einem Zug am Bahnhof von Bologna. Der kontrollierte Mann ähnelte dem Verdächtigen zwar, erwies sich jedoch als unbeteiligte Person.<BR /><BR />Die Ermittler überprüfen derzeit das persönliche Umfeld des Gesuchten und befragen Bekannte. Nach ihrer Einschätzung könnte sich Hossain noch immer in Rom aufhalten. Die Fahndung erstreckt sich dennoch bis an die Landesgrenzen. Der Verdächtige hatte im Mai vergangenen Jahres bei der Polizeidirektion in Frosinone einen Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis gestellt. Seine Ehefrau und seine Kinder leben in London. Die Ermittler schließen daher nicht aus, dass er versuchen könnte, das Land zu verlassen, um zu seiner Familie zu gelangen. Über die Motive des Mordes wird ermittelt. Vermutet wird, dass Hossain aus Eifersucht die Familie getötet hatte. Laut Zeugen war er mit der getöteten Frau gut befreundet.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1329237_image" /></div> <BR /><BR />Die von der Staatsanwaltschaft Rom geleiteten Ermittlungen laufen in alle Richtungen. Einsatzkräfte durchsuchen auch abgelegene Orte wie verlassene Gehöfte am Stadtrand der Hauptstadt, wo sich der Verdächtige versteckt halten und seine Flucht vorbereiten könnte. <BR />Zudem wird die Möglichkeit geprüft, dass er sich das Leben genommen haben könnte. Das Mobiltelefon des Mannes wurde zuletzt in der Nacht zum Samstag in der Nähe des Tatorts im Stadtteil Casalotti geortet. <BR />Seitdem fehlt jede Spur. Die Ermittler gehen davon aus, dass er sein Handy entsorgt haben könnte, um eine Ortung zu verhindern.<BR /><BR />Die Tat hat im Stadtteil Casalotti große Bestürzung ausgelöst. Der getötete Familienvater galt als beliebt und gut integriert. In den sozialen Netzwerken und innerhalb der bengalischen Gemeinde verbreitete sich die Nachricht rasch. Einzelne Nutzer beschrieben den Verdächtigen als gewalttätig und berichteten von früheren negativen Erfahrungen mit ihm. Diese Angaben werden von den Ermittlern überprüft.