Montag, 11. Juli 2016

Großglockner: Vater rettet Bergführer und Mädchen vor Absturz

Ein Bergführer und ein 15-jähriges Mädchen sind am Sonntag bei einer Tour am Großglockner in eine Gletscherspalte gestürzt. Der 44-jährige Vater, der in der Dreierseilschaft als letzter ging, konnte einen weiteren Absturz der beiden verhindern, teilte die Tiroler Polizei mit.

Der Großglockner
Der Großglockner - Foto: © shutterstock

Der 56-jährige Bergführer war mit den beiden Urlaubern aus Deutschland in der Früh von der Stüdlhütte zu einer Gletschertour über das Teischnitzkees aufgebrochen. Als die Dreierseilschaft gegen zehn Uhr eine Gletscherspalte am unteren Rand des Teischnitzkees querte, brach der Bergführer auf einer Schneebrücke ein und stürzte etwa zehn Meter tief in die rund 60 Zentimeter breite Spalte.

Dabei wurde das hinter ihm gehende Mädchen mitgerissen. Dem 44-Jährigen gelang es aber, sich dagegenzustemmen und die beiden zu halten. Der Bergführer setzte mit seinem Handy einen Notruf ab. Bei der folgenden Bergung waren die Besatzungen der Rettungshubschrauber „Martin 4“ und „C7“ und die Bergrettung Kals am Großglockner sowie ein Polizeihubschrauber beteiligt.

Die Rettungskräfte konnten die beiden Alpinisten bergen. Sie wurden ins Krankenhaus nach Lienz geflogen.

apa

stol