Um das Stadtbild zu wahren und für mehr Ordnung auf den öffentlichen Parkflächen zu sorgen, haben die Behörden mehrere Streifen im Stadtgebiet zusammengezogen. Die Bilanz der Kontrollen zeigt, dass das Problem des „wilden Parkens“ – insbesondere durch größere Campingfahrzeuge – in bestimmten Zonen der Landeshauptstadt stark zugenommen hat.<h3> Strafen am Friedhof und in Pfarrhof</h3>Ein erster Schwerpunkt der Kontrollen lag auf dem Parkplatz direkt neben dem Bozner Friedhof. Obwohl die dortige Beschilderung unmissverständlich klarstellt, dass die Parkflächen ausschließlich für Pkw reserviert sind, ertappten die Ordnungshüter dort gleich sechs Wohnmobile im Parkverbot. <BR /><BR />Ein Abgleich mit den Datenbanken brachte weitere Vergehen ans Licht: Zwei der Camper waren ohne gültige Hauptuntersuchung (Revision) unterwegs, was den Besitzern eine zusätzliche Geldstrafe von jeweils 173 Euro einbrachte.<BR /><BR />Ähnlich präsentierte sich die Lage auf dem Parkplatz am Pfarrhof. Hier wurden vier weitere Wohnmobile wegen Falschparkens sanktioniert – auch in diesem Fall waren zwei der Fahrzeuge nicht termingerecht zur Hauptuntersuchung gebracht worden. Zudem stießen die Beamten auf zwei unzulässig abgestellte Wohnwagen. <BR /><BR />Während ein Besitzer seinen Anhänger nach Aufforderung sofort selbst wegschaffte, wurde für den zweiten Wohnwagen umgehend das behördliche Abschleppverfahren eingeleitet.<h3> Neue Schilder gegen Blockierer gefordert</h3>Damit die Parkplätze in Zukunft nicht dauerhaft blockiert werden, wollen Carabinieri und Ortspolizei nun die zuständigen Stellen der Gemeinde Bozen einschalten. Ziel ist es, an den betroffenen Einfahrten eine noch deutlichere Beschilderung anzubringen, die Wohnmobilen und Wohnwagen die Zufahrt strikt untersagt. <BR /><BR />Dadurch sollen die Stellplätze wieder verlässlich den Anwohnern sowie den Besuchern des Friedhofs zur Verfügung stehen.<h3> Klare Kante gegen urbanen Verfall</h3>„Solche Einsätze dienen nicht nur dazu, einzelne Verstöße zu strafen“, betont der Kommandant der Bozner Carabinieri, Oberstleutnant Stefano Esposito Vangone. „Fahrzeuge ohne Revision stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Uns geht es darum, das Prinzip des Respekts vor den gemeinsamen Regeln und dem öffentlichen Raum durchzusetzen.“<BR /><BR />Auch der Kommandant der Bozner Ortspolizei, Fabrizio Piras, zieht eine deutliche Bilanz und verweist darauf, dass das Gebiet nicht das erste Mal im Fokus stand: „In den vergangenen Monaten haben unsere Kontrollen in diesem Bereich bereits zur Entfernung von 28 teils schrottreifen und herrenlosen Fahrzeugen geführt, die für erheblichen Verfall gesorgt hatten. Zudem wurden rund 200 Strafzettel wegen verschiedener Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung ausgestellt.“