In der ersten Phase wird ein Großteil des Gebäudes abgerissen, wobei lediglich ein Teil der Fassade am ehemaligen Haupteingang erhalten bleibt und in den Neubau integriert wird. Anschließend erfolgt der Aushub der Baugrube. <BR /><BR /><BR /> Zur Koordinierung der vom Land durchgeführten Baumaßnahmen, die mehrere Jahre dauern werden, fand am Donnerstag ein Treffen zwischen der Gemeinde und dem Land statt. Daran nahmen Bozens Bürgermeister Claudio Corrarati, Bozens Mobilitätsstadträtin Johanna Ramoser, Christian Bianchi, Landesrat für öffentliche Arbeiten, Roberto Tinaglia als Vertreter der Bozner Stadtpolizei, sowie die Techniker der beiden Verwaltungen, teil.<BR /><BR /><BR />„Die Gemeindeverwaltung Bozen und das Land Südtirol haben einen gemeinsamen Arbeitsplan erstellt, um die Sicherheit auf der Baustelle und in den angrenzenden Bereichen und ein entsprechendes Verkehrskonzept zu gewährleisten. Zudem soll die Bevölkerung ausführlich über die einzelnen Baufortschritte informiert werden“, erklärte die Gemeindeverwaltung am Freitag. Im Vordergrund des Treffens standen vor allem die Sicherheit und die Regelung des Verkehrs rund um das Baustellengelände. <BR /><h3> „Bis zu 120 zusätzliche LKW täglich“</h3><BR />Beginnen werden die Abrissarbeiten für das Bibliothekenzentrum Mitte Juli, teilte die Gemeinde am Freitag mit. Betroffen ist nicht nur die Freiheitsstraße, sondern große Teile der Stadt. <BR /><BR /> Der Abtransport des beim Abriss und dem Aushub anfallenden Materials erfolgt mit Lkw über den Mazziniplatz und die Achse Italienallee–Romstraße. Schon jetzt verkehren laut Corrarati täglich rund 120 Schwerlastwagen, die aus dem Sarntal nach Bozen kommen und mangels einer Umfahrung die Stadt durchqueren müssen. „Mit den Arbeiten für die neue Landesbibliothek und der Tiefgarage am Siegesplatz werden in Spitzenzeiten noch 120 Lkw hinzukommen“, hatte der Bürgermeister im April erklärt. Deshalb sollen u.a. auf dieser Achse mehrere Fußgängerübergänge neu gestaltet werden, um sie sicherer zu machen.<h3> Arbeiten auch an Wochenenden – Keine Änderungen für Markt</h3>„Die Verkehrssicherheit hat absolute Priorität“, betonte Stadträtin Ramoser zu den Arbeiten für die Landesbibliothek. „Es wird neue Bodenmarkierungen und zusätzliche Verkehrsschilder, die auch beleuchtet sein werden, für Umleitungen und Änderungen geben. Besondere Sicherheitsmaßnahmen sind für den Fuß- und Radweg zwischen der Longon- und der Freiheitsstraße geplant. Das ist ein besonders kritischer Punkt, denn er liegt sehr nahe bei der Großbaustelle.“ <BR /><BR />Beim Treffen zwischen der Gemeinde und dem Land wurde auch über den Samstagmarkt gesprochen. Vorerst gebe es keine Änderungen für die Standbetreiber, so die Gemeinde, denn der Bauzaun werde jetzt so positioniert, sodass die Händler ihre Verkaufsstände wie gewohnt aufstellen können. <BR /><BR />„Es wird zwar auch samstags und sonntags auf der Baustelle gearbeitet, aber an diesen zwei Tagen werden keine Schwerfahrzeuge auf die Baustelle fahren. Die Arbeiten finden ausschließlich im Innenbereich der Baustelle statt, wo keine LKW nötig sind“, so die Gemeinde weiter. <BR /><BR />„Die Gemeinde- und die Landesverwaltung werden die Arbeiten gemeinsam überwachen und den Baufortschritt gemeinsam begleiten. In den kommenden Wochen wird die Bevölkerung über die nächsten Bauphasen, die geplanten Verkehrsänderungen und die anderen Maßnahmen informiert, die notwendig sind, damit die Sicherheit der Anrainer gewährleistet ist und die im Umfeld der Baustelle angesiedelten Unternehmen ohne Einschränkungen tätig sein können“, erklärte die Gemeindeverwaltung.<BR /><BR />„Das neue Bibliothekenzentrum ist eine für Bozen sehr wichtige Einrichtung. Die Gemeinde- und die Landesverwaltung arbeiten daher eng zusammen, damit die Arbeiten sicher und zügig vorangehen und die Belastungen für die Anrainer so gering als möglich bleiben“, sagte Bürgermeister Corrarati. „Wir möchten vermeiden, dass größere Probleme auftreten. Daher wird jeder Baufortschritt gemeinsam geplant, um die Unannehmlichkeiten für die Bevölkerung und die Wirtschaftstreibenden so gering als möglich zu halten“, unterstrich Landesrat Bianchi.