Freitag, 06. April 2018

Großteil der Südtiroler fühlt sich gesund

Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April hat das Landesinstitut für Statistik ASTAT einige Daten zum Gesundheitszustand der Südtiroler und zu ihrem Zugang zu den Gesundheitsdiensten veröffentlicht. Satte 84 Prozent der Südtiroler fühlen sich gesund oder sehr gesund. Nur knapp 3 Prozent klagen über einen schlechten oder sehr schlechten Gesundheitszustand.13 Prozent hingegen bewerten ihren Gesundheitszustand weder gut noch schlecht.

48,9 Prozent der Südtiroler Bevölkerung erklären, dass es ihnen gesundheitlich gut geht, 35 Prozent sogar sehr gut.
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48,9 Prozent der Südtiroler Bevölkerung erklären, dass es ihnen gesundheitlich gut geht, 35 Prozent sogar sehr gut. - Foto: © shutterstock

Der Anteil der Personen, die ihren Gesundheitszustand als positiv bzw. sehr positiv wahrnehmen, ist im Zeitraum der vergangenen neun Jahre, in dem die Daten für jedes Jahr vorliegen, konstant geblieben.

Das Alter ist das soziodemografische Merkmal, das den größten Einfluss auf die Wahrnehmung des eigenen Gesundheitszustandes hat. 58 Prozent der unter 35-Jährigen, 26 Prozent der 35- bis 64-Jährigen und knapp 7 Prozent der über-65-Jährigen erklären, in ausgezeichneter gesundheitlicher Verfassung zu sein.

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Schlüsselt man die Daten nach Geschlecht auf, so geben 86 Prozent der Männer gegenüber 82 Prozent der Frauen an, sich guter oder sehr guter Gesundheit zu erfreuen.

Chronische Krankheiten

Der Prozentsatz der Südtiroler, die angeben, an mindestens einer chronischen Krankheit(2) zu leiden, beträgt 31,5% und hat sich im Zeitraum 2009-2017 nicht nennenswert verändert.

Der altersstandardisierte Wert für Südtirol (30,5 Prozent) liegt unter der gesamtstaatlichen Quote (36 Prozent im Jahr 2016). Bei den Personen im Alter von 65 und mehr Jahren steigt der Anteil der chronisch Kranken auf 72 Prozent. Auch in diesem Fall nehmen die geschlechtsspezifischen Unterschiede ab.

Medikamenteneinnahme

Wie in den Vorjahren haben etwa drei Südtiroler von zehn (knapp 30 Prozent) in den zwei Tagen vor dem Ausfüllen des Fragebogens Medikamente genommen. Bei den Personen mit 65 Jahren und mehr steigt der Anteil der Arzneimittelkonsumenten auf 72 Prozent.

Südtiroler leben sportlich und gesund

Darüber hinaus zeigt die Studie, dass die Südtiroler Bevölkerung gesünder und sportlicher lebt als es der italienische Durchschnitt tut. Auch die Zahl der Personen mit Übergewicht liegt unter dem italienischen Durchschnitt. 

Im Detail sehen die Daten der Über-18-Jährigen folgendermaßen aus: 80,2 Prozent in gutem oder ausgezeichnetem Gesundheitszustand (65 Prozent im italienischen Durchschnitt), 55 Prozent betreiben Sport (30,9 Prozent im italienischen Durchschnitt), 38,2 Prozent sind übergewichtig oder fettleibig (45,9 Prozent im italienischen Durchschnitt). Die gesamtstaatlichen Daten stammen aus dem Jahr 2016.

Erste Hilfe, ärztlicher Bereitschaftsdienst und Krankenhauseinweisungen

In einem Zeitraum von drei Monaten wandten sich 9,6 Prozent der Südtiroler an die Erste Hilfe, 5,6 Prozent nahmen den ärztlichen Bereitschaftsdienst in Anspruch und 3 Prozent wurden in einem öffentlichen oder privaten Krankenhaus stationär aufgenommen. 

Bei den über 64-Jährigen ist der Anteil jener, welche die Gesundheits- und Krankenhausdienste in den drei Monaten vor der Erhebung genutzt haben, höher als bei den jüngeren. Das trifft auf den Zugang zur Notaufnahme zu, sowie auf die Inanspruchnahme der ärztlichen Bereitschaftsdienste und auf die Krankenhausaufenthalte. Betrachtet man die Daten nach Geschlecht, gibt es kaum Unterschiede.

Facharztvisiten

Über einen Zeitraum von zwölf Monaten haben 37,7 Prozent der Südtiroler Visiten bei Fachärzten in Anspruch genommen (ausgenommen zahnärztliche Visiten und Untersuchungen während eines Aufenthaltes im Krankenhaus oder in einer Tagesklinik), während 30,6 Prozent sich fachärztlichen Analysen unterzogen haben (ausgenommen Blut- und Urinabnahme sowie die Analysen während eines Aufenthaltes im Krankenhaus oder in einer Tagesklinik).

3,5 Prozent der Bevölkerung mussten in den letzten zwölf Monaten auf eine fachärztliche Untersuchung (ausgenommen Zahnarztbesuch) verzichten, obwohl sie diese nötig gehabt hätten. Was die fachärztlichen Analysen betrifft, liegt der Prozentanteil derer, die sich ihnen trotz Notwendigkeit nicht unterziehen konnten, bei 1,4%. Als Hauptgründe für die nicht erfolgten Behandlungen wurden in sieben von zehn Fällen die langen Wartezeiten und in zwei von zehn Fällen finanzielle Gründe genannt.

stol

stol