Freitag, 03. März 2017

Grubenunglück im Westen der Ukraine – Mindestens acht Tote

Bei der Explosion in einem Kohlebergwerk in der Ukraine sind am Donnerstag mindestens acht Arbeiter ums Leben gekommen.

Sechs weitere seien verletzt worden, als eine Methangasexplosion die Grube im äußersten Westen des Landes erschüttert habe, teilten die Behörden mit.

Die Explosion ereignete sich im Ort Gluchiw, 50 Kilometer nördlich von Lemberg (Lwiw) unweit der Grenze zu Polen.

Der Chef der ukrainischen Bergarbeiter-Gewerkschaft, Michailo Wolynez, hatte auf Facebook zunächst von mindestens elf getöteten Arbeitern gesprochen. Später sagte er der Nachrichtenagentur AFP, es habe zehn Tote gegeben. Das Katastrophenschutzministerium und die Staatsanwaltschaft sprachen von acht Todesopfern. Die Polizei bestätigte diese Zahl und sprach zudem von sechs Verletzten.

In der Mine sind etwa 172 Grubenarbeiter beschäftigt, zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich nach Ministeriumsangaben 34 von ihnen unter Tage. 20 zunächst vermisste Kumpel konnten schließlich gerettet werden.

Gewerkschaftschef Wolynez sagte, die Grube sei „seit Jahren nicht modernisiert worden“. Es sei veraltetes Gerät eingesetzt worden, zudem habe es an den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen gefehlt.

In der Ukraine, wo Kohle ein wichtiger Energieträger ist, kommen jedes Jahr dutzende Menschen bei Bergwerksunglücken ums Leben, meist in den Haupt-Fördergebieten im Osten des Landes. Die Explosion vom Donnerstag war das erste schwere Unglück in dem Sektor in der Ukraine seit Jahresbeginn.

dpa

stol