Donnerstag, 24. März 2016

Gründonnerstag - Was er bedeutet

Am Gründonnerstag gedenken Christen des letzten Abendmahls, das Jesu mit seinen Jüngern hielt. Der Tag der Freude und Trauer symbolisiert die Vereinigung von Christus mit den Gläubigen.

Am Gründonnerstag wird des letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern gedacht.
Am Gründonnerstag wird des letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern gedacht. - Foto: © shutterstock

In der Bibel wird Jesus nach dem letzten Mahl von Judas verraten und Karfreitag gekreuzigt. Zuvor soll er seine Jünger gebeten haben, zum Gedächtnis an seinen Tod künftig gemeinsam das Abendmahl zu feiern.

Der Name Gründonnerstag geht auf das mittelhochdeutsche Wort „greinen“ (wehklagen) zurück, denn mit dem Tag beginnt das Leiden und Sterben Jesu, die Passion.

Nach der Messe werden deshalb häufig Blumen, Schmuck und Kerzen aus der Kirche entfernt.

Die Fußwaschung: Symbol für Demut und christliche Nächstenliebe

Gottesdienste am Abend vor Karfreitag sind oft mit einer Fußwaschung bei Gläubigen verbunden. Damit wird symbolisch die biblisch überlieferte Demutsgeste Christi an seinen zwölf Aposteln nachvollzogen. Die Fußwaschung gilt als Zeichen christlicher Nächstenliebe.

Lange Zeit gab es aber im Vatikan den Brauch, dass der jeweilige Papst nur Priestern die Füße wäscht. Papst Franziskus hat diese Tradition gebrochen und seit seinem Amtsantritt auch Laien die Füße gewaschen. So vollzog er die Handlung 2014 an Kranken und Behinderten und 2013 an Häftlingen, darunter auch an Frauen.

Im Januar dieses Jahres hat er das Ritual auch offiziell geändert und per Dekret Frauen und Mädchen zugelassen. In diesem Jahr wird das Kirchenoberhaupt eine Fußwaschung bei zwölf Flüchtlingen vornehmen.

Gründonnerstag bis Ostermontag: Das christliche Fest im Überblick

GRÜNDONNERSTAG: Christen gedenken des letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern. Der Tag symbolisiert die Vereinigung von Christus mit den Gläubigen. 

KARFREITAG: Der biblischen Überlieferung nach wurde der Sohn Gottes in Jerusalem verurteilt und gekreuzigt. Seit dem frühen Christentum gilt der Freitag vor Ostern als Tag der Buße, des Fastens und des Gebets. In Gottesdiensten, die ganz im Zeichen der Trauer stehen, werden Stationen des Kreuzweges Christi nachvollzogen. Das Wort „Kar“ ist abgeleitet vom althochdeutschen „chara“ (für Klage/Kummer).

OSTERSONNTAG: Jesus überwand nach christlichem Glauben den Tod und erfüllte damit seinen göttlichen Erlösungsauftrag auf Erden. Den Termin des Osterfestes legte das Konzil von Nicäa im Jahr 325 so fest, dass es immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond fällt. Ostern schließt die 40-tägige Fastenzeit (Passionszeit) ab.

OSTERMONTAG: Laut Lukasevangelium trafen zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus einen Fremden, den sie später als Christus erkannten. Sie kehrten nach Jerusalem zurück und berichteten dort von der Auferstehung des Herrn. Daraus entwickelte sich der Brauch des Emmaus-Ganges am zweiten Osterfeiertag, der auch zum weltlichen Osterspaziergang wurde.

dpa

stol