Die Landtagsabgeordneten Madeleine Rohrer, Brigitte Foppa und Zeno Oberkofler forderten bereits die Streichung des Artikels, die Umwelt- und Bergsportverbände protestierten heftig. Jetzt hat der Landeshauptmann einen Änderungsantrag vorgelegt – und mache damit alles nur noch schlimmer, so die Grünen. <BR /><BR />Der Landeshauptmann dränge mit seinem Vorstoß darauf, dass bei der Genehmigung von Projekten zukünftig nur mehr die Mehrheit der Umweltgesetze eingehalten werden müsse. So müsse sich die Landesregierung nicht mehr in der Öffentlichkeit mit unliebsamen negativen Gutachten herumschlagen, wie jüngst bei den Olympischen Straßenprojekten oder bei der Erschließung der Lahner Alm in Prettau, schreiben die Grünen. Denn bisher mussten alle Gutachten der Dienststellenkonferenz positiv sein. <BR /><BR />Die Grünen machen ein Beispiel: „Ein Vorhaben ohne Folgen für Gewässer, Fische und Natur, das aber die Landschaft verschandelt, kann nicht genehmigt werden. Das ist dieser Landesregierung offensichtlich ein Dorn im Auge.“<h3> „Landschaftsschutz zu Grabe getragen“</h3>„Landeshauptmann Arno Kompatscher hat für die Debatte diese Woche im Landtag nun einen neuen Vorschlag vorgelegt. Findet dieser eine Mehrheit unter den Abgeordneten, dürfte kaum mehr ein Projekt abgelehnt und der Landschaftsschutz zu Grabe getragen werden“, so die Grünen.<BR /><BR />„Landeshauptmann Kompatscher hat mit diesem Vorstoß jegliche Glaubwürdigkeit bei der Umsetzung von Südtirols Nachhaltigkeitsstrategie verloren. Wir fordern die ersatzlose Streichung dieses unnöten und schädlichen Artikels“, so Rohrer, Oberkofler und Erstunterzeichnerin des Streichungsantrags Foppa.