Doch der Reihe nach: Waren es letzte Woche 30.000, so stehen derzeit noch immer 15.000 Südtiroler ohne Grünen Pass da, weil das Ministerium ihnen den Zugangscode nicht übermittelt. Die Gründe dafür sind vielfältig und betreffen beileibe nicht nur Südtirol. Staatsweit bangten Hunderttausende, was nach dem heutigen 12. August passiert, wo laut Dekret zum Grünen Pass der Impfnachweis als Alternative zum Pass nicht mehr gilt.<BR /><BR />Alle Regionen drängten auf eine Verlängerung. Druck machte auch der Landeshauptmann am Dienstagabend in einem Telefongespräch mit Gesundheitsminister Roberto Speranza. Mit Erfolg: Per SMS teilte Speranza gestern Vormittag dem Landeshauptmann mit, dass eine Verlängerung erfolgt sei.<BR /><BR />Was folgte, war eine hektische Suche von Landesstellen und Sanitätsbetrieb nach dem entsprechenden Dekret, das – so glaubte man – im Laufe des Tages veröffentlich würde. Fündig wurde man nicht. <BR /><BR />Hartnäckig am Ball blieb im Auftrag des Landeshauptmanns sein Kabinettschef Dominik Holzer. Selbst das Ministerium benötigte aber bis nach 19 Uhr am Abend, um Klarheit zu schaffen. Demnach wurde der Impfnachweis bereits vor 2 Wochen verlängert bzw. zum Zwecke des Grünen Passes ohne Ablauffrist gleichgestellt. Gemerkt hatte es bisher keiner.<BR /><BR />„Was zählt, ist, dass die Sache geregelt ist“, sagt Arno Kompatscher. Obwohl geimpft oder genesen, hätten andernfalls 15.000 Südtiroler keinen Zugang zu den Bereichen des Grünen Passes, wie das Innere von Restaurants, gehabt – es sei denn, sie hätten sich wie jeder Impfmuffel auf eigene Kosten testen lassen. <BR /><BR />Den Impfnachweis erhält man in der Regel bei der Impfung. Wo das nicht passiert ist, kann er beim jeweiligen Gesundheitsbezirk per E-Mail angefordert werden. Dabei ist ein Personalausweis beizulegen.