<B></B>Um aufzuzeigen, wie viele Menschen vom öffentlichen Verkehrsmittel Zug de facto ausgeschlossen sind, ist im Juni des vergangenen Jahres eine großes Sensibilisierungsaktion am Bahnhof organisiert worden.<BR /><BR />Federführend war dabei die Initiative „Wipptal, der kleine Bezirk mit dem großen Herzen“. Die Gemeinden, die Bezirksgemeinschaft, die Tourismusgenossenschaft, die Schulen, das Sozialzentrum Fugger sowie zahlreiche Vereine und Verbände sowie Privatpersonen beteiligten sich daran. Als oberstes Anliegen nannten sie einmal mehr, dass am Bahnhof so schnell wie möglich ein Aufzug eingebaut wird.<h3> Lokalaugenschein mit Interessensvertretern</h3>Im März dieses Jahres hatte es dann einen Lokalaugenschein am Bahnhof gegeben, wo sich die Techniker von Land, der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) und des Schienennetzbetreibers RFI gemeinsam mit Vertretern der beiden Gemeinden sowie der Initiative „Wipptal, der kleine Bezirk mit dem großen Herzen“ vor Ort ein Bild der Situation zur Barrierefreiheit machten. <h3> Startschuss für konkrete Planung</h3>„Nach dem Lokalaugenschein fiel der Startschuss für die konkrete Planung von 2 Aufzügen vonseiten der RFI“, erklärt Landesrat Daniel Alfreider. Er betont, dass die Aufzüge nur ein Baulos zur Aufwertung des Bahnhofareals seien. <BR /><BR />Zum definitiven Projekt, das nun vorgelegt wurde, hat die Landesregierung gestern ihr Einvernehmen gegeben. „Dies ist der nächste Schritt hin zur Realisierung der Aufzüge, ein weiteres Projekt für Barrierefreiheit an unseren wichtigen Mobilitätsknotenpunkten“, meinte Alfreider.<h3> „Projekt ist alles andere als einfach“</h3>Das Projekt sei aber alles andere als einfach. Denn die Aufzüge werden nicht irgendwo eingebaut, sondern direkt neben den Geleisen einer der meistbefahrenen Zugstrecken im Alpenraum. Hier verkehren täglich in beiden Richtungen über 100 Züge. Um diesen Zugverkehr nicht zu behindern, müsse hochpräzise gearbeitet werden, so der Landesrat.<BR /><BR />Die Aufzüge werden wesentlich in Glas, Cortenstahl und Holz errichtet, um sich ins Gesamtbild der historischen Bausubstanz einzugliedern. <BR /><BR />Die Arbeiten werden voraussichtlich im Frühjahr 2024 starten. Einige Genehmigungen sind noch ausständig, danach können die Arbeiten ausgeschrieben und vergeben werden.