Die Staus in der Mozartallee sind oft sehr lang, und die Anrainer äußerst geplagt. Nun soll eine neue Straße im Süden von Milland für Entlastung sorgen. <BR /><BR />Damit darf vom Gewerbegebiet Süd über den Eisack und über die südlichen Felder von Milland bis zur Plosestraße eine neue Verkehrs-Achse gezogen werden. In der Vorstellung wurde auch die derzeit einzig machbare Trasse vorgestellt.<BR /><BR />Wie mehrmals berichtet, plant die Gemeinde im Süden der Stadt eine neue Verkehrsader, um die Mozartallee zu entlasten und die Sport- und Freizeitzone Milland, die neue Haltestelle der Seilbahn sowie die Fraktionen besser anzuschließen. Dieter Schölzhorn vom Ingenieurstudio Valdemarin, der im Auftrag des Landes die Generalplanung übernommen hatte, stellte 3 der überprüften 7 Varianten der Trasse der neuen Straßenverbindung vor. <BR />Die erste, die den Technikern des Landes und der Gemeinde derzeit als einzige finanzier- und machbar erscheint, führt von einem Rondell an der Kreuzung SS12/Josef-Duile-Straße (Höhe Gärtnerei Rizzi) bis zu einem weiteren Kreisverkehr an der Kreuzung Josef-Duile-Straße/Julius-Durst-Straße. <BR /><BR />Die Trasse zieht sich dann über die heute bestehende Straße bis auf Höhe des Unternehmens Durst in Richtung Norden. Dort entsteht ein neues Rondell, von dem sich eine Brücke über den Eisack spannt. Die Verkehrsteilnehmer fahren dann auf der neuen Strecke in einem Bogen südlich der geplanten Sportzone Milland bis zu den Apfelwiesen unterhalb der heutigen Sarnser Straße, die leicht in Richtung Eisack verlegt wird. Dann lenkt die Trasse zur geplanten Mittelstation der Seilbahn Brixen-Berg und über das Köstentalele zur Einmündung in die Plosestraße oberhalb des Zefferhofes. <h3> Variante in Bauleitplan eingetragen</h3>„Die Variante stimmt zu großen Teilen mit der im Bauleitplan eingetragenen Trasse überein, was die Genehmigungsphase wesentlich verkürzen würde“, sagte Schölzhorn. Zudem sei der große Abstand zum Biotop Millander Auf sehr vorteilhaft.<BR /><BR /><BR />Dennoch stellte er 2 weitere Varianten vor, die südlich des Biotops Millander Au durch landwirtschaftliches Gebiet führt oder eine Anbindung zwischen den Unternehmen Durst und Bauexpert vorsieht. Beide Ideen bezeichneten die Techniker als kurzfristig nicht umsetzbar. <BR /><BR /><BR /> „Die Planung war lang, das viele Faktoren berücksichtigt werden mussten. Diese Trasse verbindet die Seilbahnstation Stadt-Berg, die Sport- und Freizeitzone Milland und ermöglicht die Entwicklung der Industriezone“, sagte Bürgermeister Peter Brunner. <h3> Finanzierung noch offen</h3>Zudem würden Eigentumsverhältnisse, Zielsetzung des Mobilitätsplanes und das Biotop Millander Au beachtet. Mit der neuen Trasse müssten auch Begleitmaßnahmen zur Verkehrsberuhigung gesetzt werden. Die Finanzierung sei noch offen, doch mit einem fertigen Projekt sei es leichter in der Prioritätenlisten des Landes nach vorne zu rücken. „Die Gemeinde muss heute ein Signal setzen“, sagte Brunner. Die finanzielle Beteiligung der Gemeinde müsse noch verhandelt werden. Eine aktuelle Kostenschätzung liegt nicht vor. <BR /><BR /><BR />Gemeinderatspräsident Gerold Siller befürwortete den Bau, forderte als Millander auch Verkehrsberuhigungsmaßnahmen wie ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern auf der Plosestraße, den Schutz des Naherholungsgebietes Eisackufer, die Vermeidung einer übermäßigen Verlagerung des Durchzugsverkehrs ins Gewerbegebiet und die Seilbahnverbindung nach St. Andrä.<h3> Kritik am Vorgehen der Mehrheitspartei</h3>Die Gemeinderäte der Opposition kritisierten vor allem das Vorgehen der Gemeinde. Sie hätten sich gewünscht, dass die Politik das Projekt zuerst im Gemeinderat und dann in einer Bürgerversammlung vorgestellt hätte. Zudem forderte Markus Frei (Grüne Bürgerliste) die Abstimmung über jede einzelne Variante, was die Mehrheit ablehnte. <BR /><BR /><BR />Der Gemeinderat stimmte mit 18 Ja sowie 4 Enthaltungen (Stefan Unterberger, Sabine Mahlknecht, Markus Frei, Ingo Fink) für die Weiterplanung des Landes an der Südspange, wobei die Variante 1 ins Visier genommen werden soll.