<BR />„Wir erwarten uns zeitnahe Verhandlungen. Innerhalb dieses Schuljahres müssen die Gehaltsverhandlungen abgeschlossen werden – wenn nicht jetzt, wann dann?“, meinte Niederegger. Maßnahmen, die aus dem Bildungsdialog hervorgehen, müssen verbindlich sein“, forderte die KSL-Vorsitzende weiters. „Das wäre ein deutliches Zeichen der Wertschätzung und dass wir ernst genommen werden.“<BR /><BR />Für die Grundschullehrer sei eine Angleichung in finanzieller Hinsicht und bei der Arbeitszeit an die anderen Bildungsstufen wichtig. Den „harten Cut“ im vergangenen Jahr habe es gebraucht – das Weglassen von Ausflügen, Projekten usw., um den Fokus auf das Kerngeschäft zu legen, erklärte Niederegger. <BR /><BR />Der Bildungsdialog sei intiiert worden: „Und der KSL ist einer der Hauptmitgestalter. In den vergangenen zwei Wochen sind 1383 Impulse aus allen Bildungsstufen gesichtet worden“, berichtete Niederegger. „Vor über zwei Jahren haben wir die Themen schon im Gesetzgebungsausschuss des Landtags vorgebracht: Brennende Themen sind die überbordende Bürokratie, der dringende Appell für mehr Ressourcen bei der Integration, bei der Sprachförderung und für Kinder mit besonderem Verhalten“, sagte die KSL-Vorsitzende. Landesrat Philipp Achammer wünschte Kinder und Jugendlichen – sowie auch den Lehrern – möglichst viele Offline-Momente. Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner berichtete von einem Mädchen im Rollstuhl, das nicht zur Schule durfte, weil seine Integrationsmitarbeiterin krank war. Falkensteiner dankte allen, „die jedem Kind in unserer Schule einen Platz geben“. In solchen Situationen gelte es zu zeigen, „dass wir Pädagoginnen sind und ein Herz für diese Kinder haben“.<h3> 3 Fragen anEva Niederegger (KSL)</h3><b>Sind die Grundschullehrer dafür, die Protestmaßnahmen aufrecht zu erhalten oder diese aufzugeben?</b><BR />Eva Niederegger: Es ist zurzeit schwierig für die Grundschullehrer zu entscheiden, ob man die Protestmaßnahmen beendet oder nicht. Auf der einen Seite sehen wir, dass die Verhandlungen voranschreiten, unsere Wünsche ernst genommen werden und jene Themen angegangen werden, auf die wir schon lange gewartet haben. Andererseits ist es den den Lehrern aber auch wichtig, dass man es dann auf dem Lohnzettel auch sieht. So lange dies nicht der Fall ist, wird es eher schwierig sein, in den Kollegien Mehrheiten zu finden, die sich dafür aussprechen, im heurigen Schuljahr noch Ausflüge durchzuführen. Vielleicht kann das Eine oder Andere noch passieren – aber wenn, dann erst zum Schulende hin. Wir müssen abwarten.<BR /><BR /><BR /><BR /><b>Der KSL vertritt die Grundschullehrer und -lehrerinnen sowie die Kindergärtnerinnen. Wie viele Mitglieder hat der KSL zurzeit?<BR /></b>Niederegger: Wir haben 3518 Mitglieder. Seit fünf Jahren haben wir einen kontinuierlichen Zuwachs.