Die Staatsanwaltschaft hatte für alle drei Männer jeweils 15 Jahre Haft gefordert. Da es sich jedoch um ein verkürztes Verfahren handelte, greift eine gesetzliche Reduzierung des Strafmaßes um ein Drittel. Im konkreten Fall wären das zehn Jahre gewesen. <BR /><BR /> Die Angeklagten, die bislang unbescholten gewesen sein sollen, befanden sich während des Prozesses auf freiem Fuß.<BR /><BR />Die Tat hat sich im Jänner 2023 ereignet. Eine Urlauberin hatte Anzeige erstattet und erklärt, von den Männern im Alter von 22, 26 und 27 Jahren mehrfach sexuell missbraucht worden zu sein – zunächst in einem Auto, später in einem Hotel und schließlich erneut, nachdem sie in ihre Unterkunft zurückgebracht worden war.<BR /><BR />Die Verteidigung der drei Angeklagten vertritt die These, dass die Männer keine Straftat begangen hätten. Der Geschlechtsverkehr habe zwar stattgefunden, sei aber einvernehmlich gewesen. Das Gericht (Vorsitz Stefan Tappeiner) folgte jedoch der Darstellung der Frau und verurteilte die Männer wegen gemeinschaftlicher sexueller Gewalt.