Donnerstag, 28. Januar 2016

Gruppenvergewaltigung und Mord: Sechs Inder verurteilt

Wegen Gruppenvergewaltigung und Mordes an einer jungen Frau sind sechs Männer im Osten Indiens schuldig gesprochen worden. Das Strafmaß sollte am Freitag verkündet werden, erklärte Richterin Sanchita Sarkar am Donnerstag in der Metropole Kolkata (früher Kalkutta). Den Verurteilten droht die Todesstrafe.

Immer wieder wird in Indien gegen die häufig vorkommenden Vergewaltigungen protestiert.
Immer wieder wird in Indien gegen die häufig vorkommenden Vergewaltigungen protestiert. - Foto: © APA/EPA

Zwei weitere Angeklagte wurden aus Mangel an Beweisen frei gesprochen, wie Sarkar weiter sagte.

Die Gruppe hatte im Juni 2013 eine 21-jährige Studentin verschleppt, als sie auf dem Weg von Kolkata in ihr etwa 50 Kilometer entferntes Heimatdorf war. Die Tote wurde am nächsten Tag in einem Feld in einer Blutlache gefunden, Untersuchungen ergaben, dass sie mehrfach vergewaltigt worden war.

Vor dem voll besetzten Gericht demonstrierten etwa 200 Menschen und forderten Gerechtigkeit. Ein Polizist wurde leicht verletzt, als Demonstranten versuchten, in das Gebäude zu gelangen, wie die Polizei erklärte.
Der nun verhandelte Fall reiht sich in eine lange Liste sexueller Übergriffe auf Frauen in Indien ein.

Ende Dezember 2012 war eine 23-jährige Studentin vor den Augen ihres Freundes von einer Gruppe Männer in einem Bus in Neu Delhi vergewaltigt und so schwer misshandelt worden, dass sie knapp zwei Wochen später ihren Verletzungen erlag. Die Tat sorgte weltweit für Empörung.

apa/afp

stol