Montag, 14. November 2016

Guido Rispoli: Abschied aus Campobasso?

Das Verwaltungsgericht Latium hat entschieden: Die Ernennung von Bozens ehemaligem Leitenden Staatsanwalt zum Generalstaatsanwalt von Campobasso (Molise) war nicht rechtens.

Guido Rispoli: Egal, was in Campobasso passiert, eine Rückkehr nach Südtirol ist ausgeschlossen.
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Guido Rispoli: Egal, was in Campobasso passiert, eine Rückkehr nach Südtirol ist ausgeschlossen.

Im April dieses Jahres trat Rispoli das Amt des Generalstaatsanwalts in Molise an. Nun wurde seine Ernennung als nicht rechtens erklärt. Stein des Anstoßes: ein nicht absolvierter fünftägiger Spezialisierungskurs. 

Wie 8 weitere Oberstaatsanwälte auf dem gesamten Staatsgebiet habe Guido Rispoli zum Zeitpunkt seiner Ernennung nicht die geforderten Auflagen erfüllt. Zu diesem Schluss ist das Verwaltungsgericht Latium gekommen. Laut einem Dekret vom Juli des Vorjahres hätten die Kandidaten vor ihrer Ernennung durch den Obersten Richterrat einen Spezialisierungskurs für Führungskräfte absolvieren müssen.

Bleibt bis auf Weiteres in Campobasso

Diesen hat Guido Rispoli inzwischen nachgeholt. Bis auf Weiteres wird er in seinem Amt in Campobasso bleiben. Der Oberste Richterrat will nun beim Staatsrat Rekurs gegen das Urteil einlegen. Sollte diesem stattgegeben und das Urteil annulliert werden, bleibt sowieso alles beim Alten. Sollte der Rekurs abgewiesen werden, landet der Fall wieder beim Obersten Richterrat. Und zumal Rispoli nun alle Voraussetzungen zum Generalstaatsanwalt hat, dürfte er wenig zu befürchten haben.

Eine Rückkehr nach Bozen ist für ihn jedenfalls ausgeschlossen. Wenn dann würde die Reise weiter die Karriereleiter hoch, in Richtung Rom an die Kassation führen.

em/D

stol