Sonntag, 20. September 2015

Gut 300 Nachbeben in Chile – Behörden zählen 13 Tote

Nach dem sechststärksten Erdbeben in der Geschichte Chiles hat es insgesamt 301 Nachbeben gegeben. Wie die Regierung am Wochenende in Santiago de Chile mitteilte, sind 3494 Menschen von Schäden betroffen.

301 Nachbeben gab es in Chile nach dem verheerenden Erdstößen vergangene Woche.
301 Nachbeben gab es in Chile nach dem verheerenden Erdstößen vergangene Woche. - Foto: © LaPresse

Weitere 7334 seien ohne Licht und 1400 ohne Wasser. Insgesamt starben 13 Menschen bei dem Beben vor der Pazifikküste, das eine Stärke von 8,4 hatte (STOL hat berichtet). Das letzte Opfer, ein 40-jähriger Mann, der Tsunami-Wellen zum Opfer fiel, wurde in der Region Coquimbo gefunden. Das Beben hatte sich am Mittwochabend im Norden vor der Küste ereignet und hohe Flutwellen ausgelöst.

Ein funktionierendes Frühwarn- und Evakuierungssystem verhinderte noch Schlimmeres. Über Twitter, Facebook und andere Kanäle wurden die Menschen frühzeitig gewarnt, eine Million Menschen wurde zum Verlassen gefährdeter Küstenzonen aufgefordert.

Der Vertreter der Vereinten Nationen in Chile, Antonio Molpeceres, betonte, dass man Glück im Unglück gehabt habe. „Das ist immer tragisch, aber es sind nur geringe Schäden.“

Südtiroler Skiasse mittendrin

Das Beben hautnah mitterlebt haben die Südtiroler Speed-Skiasse, die sich im Trainingslager in Chile befanden. Den ganzen Bericht finden Sie hier.

stol/dpa

stol