Montag, 19. März 2018

Gute Luft in Südtirols Klassenzimmern

Die Kohlenstoffdioxid-Konzentration reduzieren und richtig Lüften lernen: Das ist das Ziel des Projektes „Gute Luft im Klassenzimmer“.Seit Februar und noch bis April dieses Jahres wird die Luftqualität über die CO2-Konzentration in 115 Südtiroler Schulklassen gemessen.

Pro Klasse werden eigenen Geräte 2 Wochen lang autonom die Kohlenstoffdioxid-Konzentration messen.
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Pro Klasse werden eigenen Geräte 2 Wochen lang autonom die Kohlenstoffdioxid-Konzentration messen.

Insgesamt sind 2028 Schülerinnen und Schüler im ganzen Land beteiligt. Die Aktion läuft im Rahmen des Projektes „Gute Luft im Klassenzimmer“, eine Kooperation des Labors für Physikalische Chemie der Landesagentur für Umwelt und des Deutschen Bildungsressorts, Bereich Innovation und Beratung. Erste Ergebnisse werden im Mai verfügbar sein.

Zweiwöchige Messung in den Klassenzimmern

Pro Klasse werden spezielle Geräte 2 Wochen lang autonom die Kohlenstoffdioxid-Konzentration messen. „Aus den Messungen im Schuljahr 2015/16 und aus Erfahrung wissen wir, dass das gewohnte Lüftungsverhalten bei weitem nicht ausreicht, um eine gute Luftqualität im Klassenraum zu erzielen", erklärt Luca Verdi, Direktor des Labors für Physikalische Chemie der Landesagentur für Umwelt.

Die Luft in den Klassenzimmern setzt sich aus einer Mischung von Substanzen zusammen, so Verdi. „Zu Schadstoffen, die wir in der Außenluft antreffen, gesellen sich natürliche Luftschadstoffe wie Radon oder Pollen und Schadstoffe aus Baumaterialien und aus Einrichtungsgegenständen wie Gase, Fasern oder Stäube. Die Menschen geben Kohlendioxid, Feuchtigkeit und bei Erkrankungen auch Krankheitserreger an die Raumluft ab."

Im Rahmen des Projektes lernen Schüler und Lehrpersonen, warum ausreichend gelüftet werden muss und wie häufig und lang dies durchgeführt werden sollte, um die Luftqualität zu verbessern.

Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen

Wenn Klassenzimmer nicht genügend gelüftet werden, steigt die Konzentration an CO2 an und es können Befindlichkeitsstörungen wie Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen auftreten. Auch die Anzahl der Krankheitserreger, wie Keime in der Luft, nimmt zu und in der Folge steigt die Ansteckungsgefahr für die gesunden Mitschüler.

Umso wichtiger wird es, regelmäßig und ausreichend zu Lüften: Das Klassenzimmer sollte morgens noch vor Unterrichtsbeginn für 15 Minuten gelüftet werden, bei Halbzeit jeder Unterrichtstunde, also nach 20 Minuten, circa für 5 Minuten, bei jedem Stundenwechsel für 5 Minuten (wobei eine Unterrichtstunde 45 Minuten entspricht), in den Pausen und bei Unterrichtsende. Die Lüftung sollte dabei über Querlüftung oder Stoßlüftung erfolgen.

stol

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