Tausende Computerserver auf der ganzen Welt und insbesondere in Italien waren am Wochenende das Ziel von Hacker-Angriffen. Dabei hätten alle Zeit gehabt, die Schwachstelle in der entsprechenden Software zu beheben. <BR /><BR />„Das haben wir getan, denn sie war seit 2021 bekannt“, sagt Stefan Gasslitter von der Informatik AG. Vorgesorgt hat auch die Brennercom. „Uns sind keine Angriffe auf Kunden bekannt“, so Josef Morandell.<BR /><BR />Kanada, Frankreich, Finnland, Italien: Hacker haben eine Schwachstelle der Software ESXi des Herstellers VMware, die dazu dient Server virtuell zu vervielfältigen, genutzt, um Ransomware in IT-Systeme einzuschleusen. Dabei handelt es sich um schädliche Software, mit deren Hilfe z.B. Zugänge zu Computern gesperrt oder Dateien verschlüsselt werden können. „Und zwar immer mit dem Ziel einer knallharten Erpressung: Wer den Schlüssel will, um seine Daten zurückzuerhalten, muss zahlen“, sagt SIAG-Direktor Stefan Gasslitter. Dies sei aber nicht nur gesetzlich verboten, sondern auch riskant. Dafür, dass der zugesandte Schlüssel funktioniere, gebe es nämlich keine Garantie.<h3> Schwachstelle seit 2 Jahren bekannt</h3>„Es gibt keine perfekten Systeme. Wir sind auch nicht perfekt, sondern versuchen nur, jeden Tag gut zu arbeiten und vorzusorgen“, so Gasslitter. In diesem Fall war die Schwachstelle in der betreffenden Software seit 2 Jahren bekannt. „Sie wurde vom mit Risiko 9,8 von 10 bewertet und wir haben sie rechtzeitig geschlossen“, berichtet Gasslitter. <BR /><BR />„Derzeit sind uns keine Kunden der Brennercom bekannt, die Opfer des jüngsten Hackerangriffs wurden“, sagt Brennercom Geschäftsführer Josef Morandell. Das Einschleusen von Ransomware in IT-Systeme sei vor allem dann möglich, wenn entsprechende Software im Internet „veröffentlicht“ wird, also sichtbar ist. „Das ist bei uns nicht der Fall“, so Morandell.<h3> Vorsicht bei Mails von Unbekannten</h3>Einig sind sich die zwei IT-Experten, dass man „nie zu 100 Prozent“ vor einer Cyberattacke gewappnet ist. Man kann dieser jedoch vorbeugen, indem man u.a. die Anweisungen der Softwarehersteller befolgt. „Dies gilt z.B. für das Einspielen von sog. Software-Patches, die Schwachstellen beheben sollen“, so Morandell. Auch sollten Unternehmensnetzwerke segmentiert und nur das Allernötigste im Internet „veröffentlicht“ werden. Das Netzwerk sollte regelmäßig auf Schwachstellen geprüft und die Mitarbeiter geschult werden.<BR /><BR />„Einfallstor sind oft E-Mails, weshalb man nie eine Mail von unbekannten Absendern öffnen soll, wenn sie einen Link im Anhang hat“, sagt Gasslitter. Unerlässlich sind Daten-Backups. „Sie können bei einem Angriff entscheidend für die Fortführung der Geschäftstätigkeit sein“, so Morandell. <BR /><BR />