Donnerstag, 12. Mai 2016

Hände weg von diesen Tierchen!

Kitze sind süß anzuschauen, so viel ist klar. Doch auch wenn die Mutterricke nicht zu sehen ist: Die Kleinen sind in den meisten Fällen nicht verlassen worden und dürfen daher nicht berührt oder mitgenommen werden.

Süß - ja. Hilflos - nein. Kitze, die alleine im Gras liegen, sind in den meisten Fälle nicht von ihrer Mama verlassen worden. - Foto: Amt für Jagd und Fischerei
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Süß - ja. Hilflos - nein. Kitze, die alleine im Gras liegen, sind in den meisten Fälle nicht von ihrer Mama verlassen worden. - Foto: Amt für Jagd und Fischerei

Wer bei einem Spaziergang ein Rehkitz sieht, sollte es in Ruhe lassen. Denn meist entferne sich die Mutter nur während der Nahrungssuche vom Kitz, kehre dann aber wieder zurück, um es zu säugen, heißt es in einer Aussendung des Amtes für Jagd und Fischerei. Diese vermeintlich "hilflosen" Jungtiere brauchen also keine "Hilfe" von Menschen.

Die Auswilderung misslingt in dem meisten Fällen

Rehkitze sollten deshalb - wie andere junge Wildtiere - nicht mit nach Hause genommen werden. Sollte dies dennoch erfolgen, misslinge danach in den meisten Fällen die Auswilderung, da solche Tiere nicht mehr in der freien Natur zurechtkommen.

Natürlich kann es vorkommen, dass ein aufgefundenes Rehkitz wirklich mutterlos ist, weil das Muttertier vielleicht überfahren wurde. Solange dies aber nicht bestätigt ist, sollte das Kitz nicht berührt werden, heißt es in der Mitteilung des Amtes.

Kitz ohne Mama: Fachpersonal informieren!

In offensichtlichen Situationen sollte sofort das zuständige Personal informiert werden. Denn um ein Wildtier aufzuziehen oder es gesund zu pflegen, braucht es nicht nur Fachwissen, sondern auch eine entsprechende Infrastruktur.

„Wildtiere gehören in die Natur und nicht in Wohnungshaltung. Sie sind keine Kuschel- oder Schmusetiere, sondern benötigen ihre Freiheit und die Natur, um sich wohlzufühlen“, stellen die Verantwortlichen im Amt für Jagd und Fischerei klar.

stol