Montag, 05. September 2016

Häuser in Kärnten nach Murenabgang unbewohnbar

Nach schweren Murenabgängen in der Kärntner Gemeinde Afritz (Bezirk Villach-Land) sind am Montag zahlreiche Häuser unbewohnbar. Insgesamt wurden 40 Gebäude beschädigt, 163 Personen mussten in Sicherheit gebracht werden.

Schwere Unwetter haben die Kärntner Gemeinde Afritz zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage heimgesucht.
Schwere Unwetter haben die Kärntner Gemeinde Afritz zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage heimgesucht. - Foto: © APA

Die Bewohner durften am Montag nur kurz in ihre Häuser zurück, um Wäsche und Medikamente zu holen, wurde zu Mittag in einer Bürgerinformation verkündet.

Im Kernbereich des Erdrutsches im Ortsteil Kraa sind die Häuser bis zu 2 Meter hoch verschüttet. Die Einwohner kommen bis auf weiteres bei Verwandten, Freunden oder in Pensionen unter. Die Aufräumarbeiten mit Lkw, Baggern, Radladern und Kehrmaschinen waren unterdessen in vollem Gange – man rechnete damit, dass es aber noch Tage brauchen würde, bis die Unwetterschäden beseitigt sind. Ab Dienstag sollen sich auch 100 Bundesheersoldaten an den Arbeiten beteiligen.

Zweites Unwetter innerhalb kurzer Zeit

Die Gemeinde Afritz war erst am vergangenen Montag von Unwettern schwer getroffen worden. Schon damals waren mehrere Muren abgegangen und hatten Häuser beschädigt.

Durch diese Vorfälle rückte auch die schon länger geplante Verbauung des Tronitzerbaches wieder ins Zentrum. Diese sollte 2017 beginnen – nach dem erneuten Murenabgang vom Sonntag wurde der Beginn aber noch auf dieses Jahr vorverlegt.

apa 

stol