<b>STOL: Frau Karin P. (Namen von Red. geändert), was hat sich gestern Früh im Haflinger SASA-Linienbus abgespielt? </b><BR />Karin P.: Ich muss vorausschicken, dass der Bus bereits ein erstes Mal vor der Haltestelle beim Sulfner gerutscht ist, als jemand zusteigen wollte. Wir hatten schon im Dorf gesehen, dass der Bus ohne Ketten auf der schneebedeckten Straße unterwegs war. Und dachten uns schon, wenn das nur gut geht.<BR /><BR /><b>STOL: Und dann?</b><BR />Karin P.: Dann ist der Fahrer die großen Kurven Richtung Meran auch ganz langsam angefahren. Als die Strecke wieder gerader wurde, fuhr er dann aber schneller. Und wir fragten uns schon: Oje, wieso fährt er jetzt schneller? Die Straße war ja immer noch schneebedeckt. Plötzlich begann der Bus hin- und herzuschlittern. Der ganze Bus hat geschrien. Dann hat der Bus die Leitplanke niedergewalzt. Auch die hintere Tür wurde beschädigt. Als der Bus zum Stillstand kam, wollten alle nur noch schnell aus dem Bus. Denn keiner von uns wusste, wie weit der Bus vorne in der Luft hängt. Männer haben die kaputte hintere Tür hinausgedrückt, damit wir hinauskonnten.<BR /><BR /><b>STOL: Wie viele Menschen waren im Bus?</b><BR />Karin P.: Der Bus, eine Art Stadtbus, war fast voll – wie immer vor allem mit Schülern und Pendlern. Wir waren alle total fertig. Wir haben den Unfall alle voll mitbekommen. Wir hatten mehr Glück als sonst was. Ich habe jetzt noch weiche Knie. Das war glatt alles andere als ein toller Beginn des Tages.<BR /><BR /><b>STOL: Und nachdem sie ausgestiegen sind?</b><BR />Karin P.: Haben die Feuerwehrleute von Labers und Hafling uns Schüler und Pendler bis in die Stadt gefahren. Herzlichen Dank dafür.