Mittwoch, 28. Februar 2018

Hamsterkäufe in Irland vor Schneesturm

Eine Schneesturm-Warnung hat in Irland Hamsterkäufe ausgelöst.

Foto: © shutterstock

Viele Iren nahmen die Aufforderung der Behörden, angesichts der für Donnerstag erwarteten Schneemassen auf unnötige Reisen zu verzichten, ernst und deckten sich bereits am Dienstag mit Vorräten ein. Der Wetterdienst sagte den stärksten Schneefall seit 1982 voraus. Begehrt waren vor allem Frischwaren wie Brot, Milch oder Gemüse.

”Wir erleben einen erhöhten Andrang in unseren Geschäften, weil die Leute vor dem Sturm ihre Vorräte auffüllen”, sagte ein Sprecher der Supermarktkette Lidl. Die Kette habe ihre Bestellungen erhöht, um die Regale entsprechend zu füllen. Auch die Supermarktkette Tesco passte sich der Nachfrage an und bestellte 20 Prozent mehr Brot als zu normalen Zeiten, wie die Zeitung „Irish Independent” berichtete. In sozialen Netzwerken wurden Fotos von geplündert aussehenden Lebensmittelgeschäften und leeren Regalen veröffentlicht.

Ein Wintereinbruch mit extremer Kälte und Schnee hält derzeit weite Teile Europas in Atem. Der irische Wetterdienst hatte bereits zum Wochenbeginn vor Schnee und Eis gewarnt. Für Donnerstag kündigten die Meteorologen nun Sturm „Emma” mit „anhaltendem und heftigem Schneefall” an.

Auf der vom Golfstrom begünstigten Atlantikinsel schneit es im Winter selten. Im Jahr 1982 fielen in der Hauptstadt Dublin 25 Zentimeter Schnee. Diesmal soll die Schneehöhe bis zu 65 Zentimeter erreichen.

apa/ag.

stol