Tonnen von Sondermüll aus Deponien in Kampanien wurden in Apulien unweit von Flüssen und Dämmen, sowie auf Feldern eingegraben, berichteten die Carabinieri von Bari.Mit der illegalen Müllentsorgung soll ein Unternehmer über 25 Millionen Euro erwirtschaftet haben. Über illegalen Müllhandel zwischen den süditalienischen Regionen Kampanien und Apulien hatte zuletzt das abtrünnige Camorra-Mitglied Carmine Schiavone der Polizei berichtet.Das Thema Bodenverseuchung in Süditalien sorgt seit Monaten für Diskussion. Vorwürfe über die illegale Entsorgung von Giftmüll durch die Camorra, dem neapolitanischen Arm der Mafia, kursieren seit Langem.Die Camorra habe besonders mit giftigem Müll aus ganz Europa den Boden Kampaniens und anderer Gebiete in Süditalien verseucht.Seit Ende der 1980er-Jahre habe die Mafia daran verdient, den Abfall illegal zu entsorgen, behaupten die Ermittler.Allgemeine Statistiken über erhöhte Krebsraten in Neapel und Umgebung gibt es zwar nicht, in mehreren Gemeinden schnellten aber die Fälle von Krebserkrankungen auffällig in die Höhe.apa