Vorgesehen ist eine Strafe von 75 Euro. Die Regelung ist Teil eines Entwurfs für einen neuen italienischen Straßenverkehrskodex, der derzeit noch geprüft wird. Die Pläne sorgen bereits für Diskussionen, denn die Vorschriften zur Handynutzung würden sich damit künftig nicht mehr ausschließlich an Autofahrer richten.<h3> Ein kurzer Blick aufs Handy kann schwerwiegende Folgen haben</h3>Nach den bisherigen Plänen soll die Strafe greifen, wenn ein Fußgänger beim Überqueren der Straße durch ein Smartphone oder ein anderes elektronisches Gerät abgelenkt ist. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob die Straße auf einem Zebrastreifen oder an einer anderen Stelle überquert wird. Hintergrund ist die zunehmende Gefahr durch Ablenkung. <BR />Schon wenige Sekunden, in denen der Blick auf das Display statt auf den Verkehr gerichtet ist, können beim Überqueren einer Straße folgenschwere Konsequenzen haben.<BR /><BR />Die geplante Strafe von 75 Euro fällt deutlich niedriger aus als die Sanktionen für Autofahrer, die während der Fahrt unerlaubt ein Mobiltelefon benutzen. Dennoch wäre die Regelung ein deutlicher<BR />Schritt: Auch Fußgänger würden stärker für ein Verhalten zur Verantwortung gezogen, das die Verkehrssicherheit beeinträchtigen kann.<BR /><BR />Ein vollständiges Handyverbot für Fußgänger ist allerdings nicht vorgesehen. Wer auf dem Gehweg unterwegs ist, soll das Smartphone weiterhin benutzen dürfen. Auch Freisprecheinrichtungen und Kopfhörer sollen grundsätzlich erlaubt bleiben, sofern sie die Sicherheit nicht beeinträchtigen.<h3> Die neuen Vorschriften sind bislang nicht beschlossen</h3>Die neuen Vorschriften sind bislang nicht beschlossen. Verbände und betroffene Organisationen sollen noch bis zum 13. September Stellung zu dem Entwurf nehmen. Mit einer finalen Fassung wird nach den derzeitigen Plänen Mitte Oktober gerechnet.<BR /><BR />Auch für Autofahrer sind im Rahmen der Reform strengere Regeln zur Smartphone-Nutzung vorgesehen. Berichte über angeblich geplante Einschränkungen für Autofahrerinnen und Autofahrer über 85 Jahren wurden vom italienischen Verkehrsministerium dagegen zurückgewiesen. <BR />Auf ausdrücklichen Wunsch von Verkehrsminister Matteo Salvini seien entsprechende Bestimmungen bereits aus dem Entwurf der neuen Straßenverkehrsordnung gestrichen worden. Dazu hätten ein Verbot von Fahrten auf Autobahnen, eine Beschränkung auf Fahrten in einem Radius von 100 Kilometern um den Wohnort sowie ein absolutes Alkoholverbot gehört.<BR /><BR />Mit der Streichung dieser Vorgaben solle eine Diskriminierung älterer Verkehrsteilnehmer verhindert werden, meinte Salvini. Allerdings sind für Menschen über 85 Jahren genauere medizinische Untersuchungen vorgesehen, um ihre Fahrtauglichkeit zu überprüfen.<h3> Mit der neuen Straßenverkehrsordnung will Italien Zahl der Toten auf italienischen Straßen reduzieren</h3> Mit der neuen Straßenverkehrsordnung will Italien die Zahl der Toten auf den italienischen Straßen reduzieren. Nach Angaben des Statistikamts Istat kamen 2025 bei Verkehrsunfällen 2.868 Menschen ums Leben. Das waren 5,3 Prozent weniger als im Vorjahr und erstmals seit<BR />2020 wieder weniger als 3.000 Verkehrstote. Gleichzeitig stieg die Zahl der Unfälle mit Verletzten auf 177.207, ein Plus von 2,2 Prozent. <BR /><BR />Insgesamt wurden 237.822 Menschen verletzt. Besonders stark ging die Zahl der getöteten Fußgänger zurück: 419 Menschen starben, 10,9 Prozent weniger als 2024. Dagegen nahm die Zahl der Todesopfer unter Radfahrern und E-Scooter-Fahrern zu. Insgesamt kamen 253 Menschen bei Unfällen mit Fahrrädern, E-Bikes und E-Scootern ums Leben.