Dienstag, 14. Februar 2017

Hangrutsch nahe A22: Woher kam das Wasser?

Noch immer ist die Südspur der Brennerautobahn bei Atzwang gesperrt: Am Montag hatte sich ein Hang leicht in Bewegung gesetzt, Bäume drohten auf die Straße zu stürzen. Jetzt sind die Techniker dem Wasser auf der Spur, das den Hangrutsch auslöste.

Die Arbeiten laufen, die Südspur ist im Bereich Atzwang nach wie vor gesperrt. - Foto: DLife/da
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Die Arbeiten laufen, die Südspur ist im Bereich Atzwang nach wie vor gesperrt. - Foto: DLife/da

Claudio Carraro, stellvertretender Direktor des Amtes für Geologie und Baustoffprüfung, bezeichnet den Hangrutsch in der Nähe von Atzwang als „klein“. Ein kleiner Hangrutsch, allerdings mit großen Folgen: Am frühen Montagabend war die A22-Südspur, die sich in der Nähe des Abhangs befindet, gesperrt worden (STOL hat berichtet). Seit Dienstagmorgen trägt ein Unternehmen das lockere Material im Hang ab, die Südspur-Sperre bleibt aufrecht.

Gegenverkehrsbereich auf der Nordspur

Der Verkehr auf der A22 kann trotzdem fließen: Auf der Nordspur wurde ein Gegenverkehrsbereich eingerichtet – mit kleineren Behinderungen für die Verkehrsteilnehmer. Sorgen um ihre Sicherheit müssten sich diese allerdings nicht machen, meint Geologe Carraro. „Auf der Nordspur ist die Lage absolut ruhig“, versichert er.

Woher kam das Wasser?

Die Techniker der Autobahn seien nun mit einem Lokalaugenschein beschäftigt, um herauszufinden, woher das Wasser stammte, das am Montag den kleinen Hangrutsch verursachte. Noch in der Nacht habe man den Hang, der sich auf privatem Grund befinde, ausgeleuchtet, die Herkunft des Wassers allerdings nicht klären können. „Seltsam war,“, meint Carraro, „dass es zuletzt eigentlich keine großen Niederschläge gab. Alles war trocken.“

Foto: DLife/da

 

stol

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