Er sei wohlauf und habe mit seiner Mutter telefoniert, die ihn bald abholen werde, berichtete der Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Attilio Gastaldello. Nach bisherigen Informationen meldete sich der Jugendliche in einer sogenannten „Casa di Comunità“, einem Gesundheitszentrum in Mailand. Seit einigen Tagen hatten Polizeibeamten gezielt solche Einrichtungen in Mailand kontrolliert. <BR /><BR />Die Gemeinde San Giovanni Lupatoto äußerte in einer Mitteilung große Erleichterung über das Auffinden des Jugendlichen. Man danke den Sicherheitskräften sowie allen Menschen, die sich in den vergangenen Tagen unermüdlich an der Suche beteiligt hatten.<BR /><BR />Zugleich bekundete die Stadtverwaltung ihre Nähe zur Familie des 14-Jährigen, die Tage großer Sorge erlebt hatte. „Der Dank gilt auch Bürgerinnen und Bürgern, Freiwilligen, Vereinen und allen, die mit Verantwortungsbewusstsein und Solidarität die Suche unterstützt hätten“, so der Bürgermeister. <BR /><BR />Diego hatte sich am Morgen des 12. Jänner von seiner Mutter Sara Agnolin verabschiedet, um zur Schule zu gehen. Er trug eine blaue Jacke, eine dunkle Wollmütze, eine Jogginghose und schwarze Sneakers. An der Berufsschule Giorgi in Verona, die er in der ersten Klasse der Oberstufe besucht, kam er jedoch nie an. Die Staatsanwaltschaft von Verona ermittelte wegen mutmaßlicher Kindesentführung.<BR /><BR />Eine ehemalige Mitschülerin Diegos aus der Mittelschule berichtete, sie habe den Teenager am Tag seines Verschwindens, dem 12. Jänner, am Bahnhof Verona Porta Nuova getroffen. Dort habe Diego ihr gesagt, dass er nach Mailand unterwegs sei, um einige Freunde zu treffen. Danach verlor sich jede Spur. Die Mutter des Teenagers, Sara Agnolin, hatte am Dienstagabend einen verzweifelten Appell an ihren Sohn gerichtet und ihn aufgefordert, nach Hause zurückzukehren. <BR /><BR />Zu den überprüften Elementen gehörte auch das Handy des 14-Jährigen, das noch am Abend seines Verschwindens zwei Funkzellen im Zentrum von Mailand genutzt haben soll.