Der Abgeordnete Jalal Rashidi Koochi schrieb auf der Plattform X: „Bei allem Respekt, Herr Präsident, eine Entschuldigung wird ausgesprochen, wenn ein Fehler gemacht wurde (...) Aber wir haben keinen Fehler gemacht.“ Rashidi Koochi warf dem Präsidenten vor, seine Botschaft habe keinerlei Zeichen von Autorität gehabt und sei nur schwach gewesen – was Text, Ausdruck und Körpersprache betreffe.<BR /><BR />Pezeshkian hatte sich in einer Videobotschaft für frühere Angriffe auf Nachbarländer entschuldigt. „Diese Vorfälle waren das Ergebnis der chaotischen Situation nach dem Tod mehrerer hochrangiger Kommandanten, als die Streitkräfte führungslos waren und eigenständig handeln mussten“, sagte er.<h3> „Befremdliche Entschuldigung“</h3>Der den Hardlinern zugerechnete Parlamentarier Mohammad Manan Raisi schrieb auf X: „Ihre befremdliche Entschuldigung bei den Nachbarländern hat allgemeines Bedauern ausgelöst (...) Die Angriffe unserer Streitkräfte geben keinerlei Anlass für eine derart erniedrigende Entschuldigung Ihrerseits.“ Manan Raisi forderte Präsident Pezeshkian auf, „sich umgehend beim Volk für diese erniedrigende Haltung“ zu entschuldigen.<BR /><BR />Das zu den islamistischen Medien gehörende Nachrichtenportal „Raja News“ schrieb: „Die jüngste Fernsehansprache des Präsidenten zeigt, dass der Beraterkreis der Regierung immer noch einer Bettel-Diplomatie führt.“ Eine Rede, die eigentlich ein Symbol des nationalen Widerstands sein sollte, sei leider zu einer Aussendung von Schwächesignalen geworden. „Nehmt ihm einfach das Mikrofon weg“, hieß es weiter.<BR />Aus Sicht des israelischen Iran-Experten Raz Zimmt könnten die Attacken von radikalen Kreisen auf eine Verschärfung der Machtkämpfe an der Spitze in der Zeit nach dem Tod des obersten Führers Ali Khamenei hindeuten.