Mittwoch, 21. März 2018

Harte Strafen in Bodypacker-Prozess

Im Linzer Prozess um einen Bodypacker, der beim Kokaintransport beinahe ums Leben gekommen wäre, haben zwei Frauen und drei Männer aus der Dominikanischen Republik Haftstrafen zwischen drei und neun Jahren ausgefasst. Die Urteile in der Causa, die die Gerichte seit Jahren beschäftigt, sind nicht rechtskräftig.

Die Angeklagten bekamen bis zu neun Jahre Haft. - Foto: APA (Archiv/Parigger)
Die Angeklagten bekamen bis zu neun Jahre Haft. - Foto: APA (Archiv/Parigger)

Der Bodypacker war 2014 mit 1,3 Kilo Kokain im Bauch nach Linz gekommen, konnte aber wegen seines künstlichen Darmausgangs das in Plastikkugeln verpackte Suchtgift nicht wieder ausscheiden. Die Angeklagten sollen drei Tage lang mit teils schmerzhaften Methoden versucht haben, an die Drogen zu kommen. Als das nicht klappte, sollen sie ihn nach Tschechien gebracht und ausgesetzt haben. Er rief mit letzter Kraft Hilfe und wurde durch eine Notoperation gerettet. Mittlerweile ist er in Tschechien rechtskräftig zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

Der erste Prozess gegen seine u.a. wegen Suchtgiftschmuggels und -handels sowie Freiheitsentziehung und Aussetzung angeklagten Peiniger musste wegen eines Formalfehlers wiederholt werden. Die nun vom Landesgericht Linz gesprochenen Urteile sind etwas milder ausgefallen als in der ersten Auflage - damals lagen die Strafen zwischen dreieinhalb und zehn Jahren.

apa

stol