Ein 20 Monate altes Mädchen aus Südtirol musste in Treviso operiert werden, nachdem es eine Haselnuss eingeatmet hatte, die fast zwei Wochen lang in den Bronchien steckte.<BR /><BR />Da das Kind in der Folge unter anhaltenden Atembeschwerden und einem deutlich pfeifenden Atemgeräusch litt, kehrten die besorgten Eltern umgehend nach Italien zurück. Am 21. August wurde das Mädchen in die Klinik nach Treviso gebracht.<BR /><BR />Der mehr als anderthalbstündige Eingriff unter der Leitung des Spezialisten Massimo Sonego erwies sich als äußerst kompliziert: Die Haselnuss war in sechs Teile zerfallen, zudem hatte eine starke Entzündung die Atemwege zusätzlich verengt. Bei dem rund zehn Kilogramm schweren Mädchen verblieb dem Chirurgen durch das starre Bronchoskop ein operativer Spielraum von lediglich 3,5 Millimetern, um die Fragmente zu entfernen, während das Anästhesieteam die Beatmung aufrechterhielt.<BR /><BR />Sämtliche Teile konnten schließlich vollständig entfernt werden. Nach einem kurzen Aufenthalt auf der Intensivstation und weiteren drei Tagen auf der Normalstation konnte das Mädchen gesund entlassen werden.<BR /><BR />Der behandelnde Arzt Massimo Sonego nimmt den Fall zum Anlass, eindringlich vor Nüssen bei Kleinkindern zu warnen: „Nüsse und Trockenobst sollten kleinen Kindern niemals im Ganzen oder in Stücken gegeben werden, sondern allenfalls als feines Mus, da eine versehentliche Aspiration lebensgefährliche Folgen haben kann.“