Mittwoch, 15. April 2015

Hauptverfahren für Meraner Anwalt

Für den Richter für die Vorverhandlung ist es erwiesen: Thomas Ladurner hat sich der Übervorteilung einer Arglosen schuldig gemacht. Der Anwalt muss sich nun in einem Hauptverfahren verantworten.

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Foto: © STOL

Den Fall ins Rollen gebracht hatte 2013 Olga Barisheva, die damalige Pflegerin einer 92-Jährigen aus Meran. Der Anwalt Thomas Ladurner hatte damals die Sachwalterschaft für die betagte Dame inne.

Die Ukrainerin belastete den Anwalt schwer. Laut ihren Angaben soll er der Drahtzieher dafür gewesen sein, dass die Betreute in ihrem Testament für die Ukrainerin eine Erbschaft über 400.000 Euro vorgesehen hatte. 

Laut Ermittlungen sollen vom Konto der 92-Jährigen 250.000 Euro behoben worden sein. Zudem sind die Gutachter zum Schluss gekommen, dass die 92-Jährige beim Verfassen ihres Testamentes nicht einsichts- und willensfähig war.

Pflegerin stimmt gerichtlichem Vergleich zu

Diese Beweise reichten Richter Walter Pelino aus, um der Forderung von Staatsanwalt Igor Secco Folge zu leisten und gegen Thomas Ladurner das Hauptverfahren einzuleiten. 

Auch gegen Olga Barisheva hatte Secco Anklage erhoben. Der früheren Pflegerin von Ladurners Schutzbefohlenen wurde Beihilfe zur Übervorteilung und zur Amtsunterschlagung vorgeworfen. Sie stimmte am Mittwoch einem gerichtlichen Vergleich über ein Jahr und zehn Monaten bedingter Haft zu. 

em

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Den ausführlichen Bericht und die Hintergründe des Falls lesen Sie in der Donnerstags-Ausgabe des Tagblattes „Dolomiten“

stol