Montag, 02. Juli 2018

Hausärzte-Notstand im Wipptal

Hunderte Bürger hatten sich am Montagmorgen am Schalter der Sanität in Sterzing versammelt: Sie alle warteten stundenlang darauf, eine provisorische Arztwahl zu treffen, denn seit 1. Juli sind 1200 Patienten ohne Hausarzt.

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Foto: © shutterstock

Der Situation am Montagmorgen vorangegangen war der Abgang von Dr. Berta Marcher, wodurch sich 1200 Patienten im Wipptal ohne Hausarzt wiederfanden.

Da derzeit kein neuer Arzt zur Verfügung steht, müssen die Patienten nun bis auf Weiteres auf die anderen Wipptaler Hausärzte aufgeteilt werden.

Stundenlang warteten zahlreiche Patienten im Gang vor den Schaltern der Sanität, um also eine provisorische Wahl zu treffen. „Dafür, dass wir uns im digitalen Zeitalter befinden, waren es geradezu beschämende Zustände“, erklärte Bürgermeister Franz Kompatscher.

Die bereits schwierige Situation in der ärztlichen Versorgung des Wipptales werde sich zudem Ende des Monats weiter verschärfen, wenn eine weitere Hausärztin in den Ruhestand tritt.

Man müsse sich stärker dafür einsetzen, junge Ärzte aus dem Ausland zurückzuholen. Ansonsten stehe es schlecht um die medizinische Versorgung des Wipptales, schloss Kompatscher.

stol/liz

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der Dienstags-Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol