Eines ist jetzt schon klar: „Es wird nicht mehr in jedem Spital alles angeboten werden – das verstehen wir doch alle“, sagt Landesrätin Martha Stocker. „Wir machen das nicht aus Jux und Tollerei, sondern weil wir für die Menschen die bestmögliche Betreuung auch in Zukunft gewährleisten wollen“, meinte Stocker am Sonntag nach einer zweitägigen Klausur der Führungskräfte des Landesgesundheitsressorts und des Südtiroler Sanitätsbetriebs.Vier Arbeitsgruppen eingesetztWeil das Gesundheitswesen ein Riesenapparat ist, wurden vier Arbeitsgruppen eingesetzt. Die Arbeitsgruppe „Reorganisation“ unter Leitung von Thomas Mathà befasst sich mit der Aufgabenteilung zwischen Assessorat und Betrieb. „Was jeder wo und wie zu leisten hat“, so Stocker. In drei Monaten soll ein Gesetzentwurf vorliegen und in einem halben Jahr die Richtlinien zum Landesgesundheitsplan.Die Arbeitsgruppe Territorium leitet Robert Peer, Pflegedirektor im Sanitätsbetrieb. „Die zentrale Figur ist hier der Allgemeinmediziner“, meinte Stocker. Und mit den Hausärzten möchte Stocker nun einiges verhandeln, da der Landeskollektivvertrag per Gerichtsbeschluss außer Kraft ist und der weniger lukrative staatliche zur Anwendung käme.„Ein 24-Stunden- Dienst – organisiert in Gemeinschaftspraxen – wäre nur eine Option. Es wäre aber auch denkbar, dass Hausärzte in den Notaufnahmen zum Einsatz kommen, um all jene Patienten zu betreuen, die keiner fachärztlichen Visite bedürfen, sprich, jene mit Kodex grün und weiß. Damit könnten wir die Notaufnahmen entlasten“, so Stocker.Leiter der Arbeitsgruppe „Personal“ ist Siegfried Gatscher. Ziel hierbei ist, ein stärkeres Leistungsprinzip in den Kollektivverträgen von Ärzten und Pflegern zu verankern. Die vierte Arbeitsgruppe – Leitung Silvia Capodaglio – befasst sich mit den Leistungen. „Leistungsorientierter Lohn“ werde angepeilt, so die Amtsdirektorin für Gesundheitspersonal, Laura Schrott.D/lu______________Mehr zur Klausurtagung des Südtiroler Sanitätsbetriebs lesen Sie in der Montagsausgabe der "Dolomiten"