Samstag, 22. August 2015

Haushaltshilfe stiehlt alten Menschen Schmuck

Sie hätte ihnen helfen, sie unterstützen sollen, doch die 55-jährige Haushaltshilfe hat die Hilflosigkeit ihrer Arbeitgeber in Bozen ausgenutzt und ihnen wertvolle Besitztümer abgenommen.

Schmuck und Bargeld ließ die Hilfskraft mitgehen - Symbolbild.
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Schmuck und Bargeld ließ die Hilfskraft mitgehen - Symbolbild. - Foto: © shutterstock

Aufgefallen ist es einer Boznerin, dass im Hause ihres Vaters in Gries Familienschmuck aus der Schatulle eines Möbels abhanden gekommen ist. Sie wurde bei der Bozner Staatspolizei vorstellig, die die Haushaltshilfe unter die Lupe nahm.

Es stellte sich heraus, dass die Frau, eine 55-jährige Arbeitskraft aus Polen, mit dem Verschwinden des Schmuckes in Verbindung gebracht werden konnte. Die Haushaltshilfe wurde angezeigt. 

Da die ermittelnden Behörden von möglichen weiteren Fällen ausgingen, durchleuchteten sie die Vergangenheit der Haushaltshilfe.

Auch weiters Opfer: Ins Krankenhaus eingeliefert

Sie stießen auf einen Arbeitsvertrag, den die Frau zuvor mit einer 84-jährigen Boznerin hatte. Dieser hatte die 55-Jährige nicht nur im Haushalt geholfen, sondern auch Dienste als so genannte "Badante" übernommen.

Als sich die Betreuende einmal zu sehr aufregte, wählte die Pflegekraft den Hausnotruf. Die Seniorin wurde auf das Drängen ihrer Pflegerin daraufhin für zwei Wochen ins Krankenhaus aufgenommen. "Die Hilfskraft nutzte die Gunst der Stunde und bemächtigte sich einiger Schmuckstücke von hohem Wert", beschreibt die Bozner Quästur. 

Auch 300 Euro an Bargeld fehlten, als die Seniorin erneut in ihre Wohnung in Bozen zurückkehrte. In der Folge wurde der Hilfskraft gekündigt.

Auf den weiteren Fall gestoßen, zeigten die ermittelnden Beamten die Frau Z.J.I. auf freiem Fuß wegen Diebstahls unter mehrfach erschwerenden Umständen und wegen ihrer Handlungen gegenüber Schutzbefohlenen an. Denn die Pflegerin hatte die hilflose Situation ihrer Anvertrauten schamlos ausgenutzt.

stol/ker

stol