Freitag, 02. Januar 2015

Havarierte Adria-Fähre wird im Hafen von Brindisi erwartet

Die in der Adria in Brand geratene Fähre „Norman Atlantic“ soll am Freitag in den Hafen der italienischen Stadt Brindisi geschleppt werden. Dann kann nach eventuell weiteren Todesopfern gesucht werden.

Von Journalisten belagert: "Norman Atlantic"-Kapitän Argilio Giacomazzi zwischen Tochter und Bruder.
Von Journalisten belagert: "Norman Atlantic"-Kapitän Argilio Giacomazzi zwischen Tochter und Bruder. - Foto: © APA/EPA

Auf dem Schiff war am Sonntag ein Feuer ausgebrochen – es folgte eine dramatische Rettungsaktion über Tage.

Da sich auch Flüchtlingen an Bord aufgehalten haben sollen, ist weiter unklar, wie viele Menschen noch vermisst werden.

Das Wrack trieb tagelang vor der albanischen Küste und konnte wegen schlechten Wetters lange Zeit nicht abgeschleppt werden. Bisher wurden 13 Tote gezählt, darunter zwei Einsatzkräfte.

Auch fünf Tage nach dem Fährunglück in der Adria geht die Verwirrung um die Zahl der Vermissten weiter. Die italienische Küstenwache korrigierte die Liste der Geretteten nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa auf 477, das sind 50 mehr als ursprünglich bekanntgegeben.

Da aber nicht gesichert ist, wie viele Menschen auf der „Norman Atlantic“ unterwegs waren, bleibt auch die Zahl der Vermissten unklar. Aufklärung über die Zahl der Opfer und Vermissten soll auch das Wrack bringen.

Der ermittelnde Staatsanwalt von Bari, Giuseppe Volpe, hatte am Vortag von 98 Menschen gesprochen, von denen es bisher keine Nachricht gebe. Die Zahl der Menschen an Bord variiert zwischen etwa 470 und etwa 500.

Der Staatsanwalt hatte am Silvestertag u.a. den Kapitän der Fähre, Argilio Giacomazzi, fünf Stunden lang verhört. 

dpa

stol