Freitag, 01. Mai 2015

Heftige Krawalle bei Expo-Demonstration

Bei einer Protestkundgebung von rund 20.000 Expo-Gegnern ist es am Freitagnachmittag in Mailand zu heftigen Zusammenstößen gekommen. Vermummte Anarchisten warfen mit Feuerwerkskörpern, Flaschen und anderen Gegenständen.

Foto: © LaPresse

Dutzende Autos wurden in Brand gesetzt. Chaotische Zustände herrschten auf den Straßen. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Demonstranten zu vertreiben.

Die Scheiben eines McDonald's-Restaurants und einer Bank wurden eingeworfen. Rund 300 gewalttätige Demonstranten errichteten Barrikaden auf den Straßen der Innenstadt. Mehrere Gebäude wurden mit Graffiti beschmiert. Der Mailänder Bürgermeister Giuliano Pisapia verurteilte die Krawalle und verlangte schwere Haftstrafen für die Randalierer.

Viele Expo-Gegner kritisierten die hohen Kosten der Ausstellung, das Zementieren des Areals im Nord-Westen Mailands sowie die Beteiligung großer Lebensmittelkonzerne als Sponsoren. In der Nacht vor der Eröffnung hatte eine Gruppe unbekannter Hacker die Ticket-Webseite für einige Stunden lahmgelegt. Etwa 2.600 zusätzliche Sicherheitskräfte sind für die Sicherheit der Expo hinzugezogen worden.

Die Krawalle überschatteten die Freude der Regierung über die erfolgreiche Einweihung der Weltausstellung am Freitag. 200.000 Menschen stürmten zur Eröffnung auf das Expo-Gelände und besichtigten die 80 Pavillons. „Viele haben nicht daran geglaubt, dass wir es schaffen würden, aber jetzt ist es Realität. Heute beginnt Italiens Zukunft“, sagte Italiens Premier Matteo Renzi bei der Eröffnungsfeier.

apa

stol