Verletzt wurde niemand, wie die Behörden bestätigten. Die Eingeschlossenen wurden schließlich am Donnerstagabend durch den Einsatz des Militärs und Straßenbehörden befreit, die die Verkehrswege wieder passierbar machten. Zuvor hatten die Menschen stundenlang ausgeharrt, ehe sie die Heimreise antreten konnten. Die Betroffenen berichteten von bangen Momenten, als sie vor einer „Wand aus Schnee“ standen und nicht weiterfahren konnten.<BR /><BR />Ein 53-jähriger Mann aus Bisceglie in Apulien wird vermisst, nachdem eine Brücke über den Fluss Trigno auf der Staatsstraße 16 eingestürzt war. Die Tochter des Mannes gab den Alarm, andere Insassen eines Fahrzeugs konnten sich retten. Die Suche nach dem Vermissten dauert an. Die Staatsanwaltschaft in Larino hat ein Verfahren wegen fahrlässigen Einsturzes eingeleitet; bislang gibt es keine Verdächtigen. Die Brücke war erst vor wenigen Monaten nach Renovierungsarbeiten wiedereröffnet worden. Teile der Eisenbahnlinien Pescara-Foggia und Foggia-Caserta konnten am Freitagvormittag teilweise wieder in Betrieb genommen werden.<BR /><BR />Der Gouverneur von Molise, Francesco Roberti, bezifferte die Schäden in seiner Region auf etwa 300 Millionen Euro. Der Zivilschutzminister Nello Musumeci erklärte, die Situation werde weiterhin überwacht, während die Bevölkerung aufgefordert wird, nur notwendige Reisen zu unternehmen. <BR /><BR />Massimiliano Fazzini, Klimatologe und Leiter des Teams für Klimarisiko der Italienischen Gesellschaft für Umweltgeologie, warnte, dass die Lawinengefahr im Apenninraum auf höchste Stufe eingeschätzt werde. Abruzzen habe den stärksten Schneefall erlebt, der jemals im Frühling entlang des Apennin-Hauptkamms verzeichnet wurde.