Von Vinschgau über Meran nach Bozen: Alarmstufe 4Die Unwetter sind von Vinschgau über Meran nach Bozen gezogen.Um kurz vor 12 Uhr wurde die Freiwilligen Feuerwehr Tschars (Untervinschgau) alarmiert. Alarmstufe 4 – bedeutet „technische Hilfeleistung klein" und wird unter anderem bei Wasserschäden ausgerufen.Nach und nach wurden auch die Freiwilligen Feuerwehren von Algund und Gratsch alarmiert.Bei den Freiwilligen Feuerwehren von Frangart und Unterrain ging der Alarm gegen 13 Uhr ein.In allen Fällen handelte es sich um die Alarmstufe 4.Bozen: Sturm fegt gegen 12.30 Uhr über Landeshauptstadt hinweg„Gegen 12.30 Uhr ist ein Sturm über Bozen hinweggefegt“, berichtet Hansjörg Elsler von der Bozner Berufsfeuerwehr über die Situation in der Landeshauptstadt.Sofort seien sieben Meldungen von Seiten der Bürger eingegangen. „Da diese alle zur etwa der gleichen Zeit eingetroffen sind, haben wir zusätzlich die Freiwilligen Feuerwehren von Gries und Bozen alarmiert.“ So seien um die Mittagszeit sechs bis sieben Feuerwehrmannschaften in Bozen im Einsatz gestanden.Trotz des heftigen Unwetters waren die Schäden eher gering und die Einsätze rasch beendet. Verletzt wurde bei den Zwischenfällen niemand.Sieben Einsätze, keine großen Schäden„In Bozen Süd, auf der Höhe des Müllverbrennungsofen, ist ein Baum umgestürzt und auf dem Radweg liegen geblieben“, berichtet Elsler. Die Feuerwehren haben den Baum auseinandergeschnitten. Der Radweg ist wieder frei.Außerdem hat sich durch den Sturm ein Blechdach in der Enrico-Fermi-Straße gelöst. Dieses hat die Feuerwehr wieder angebracht.Auch eine Sonnenmarkise in der Palermo-Straße wurde durch den Sturm aus der Verankerung gerissen. Sie hatte nicht rechtzeitig eingeholt werden können. Die Feuerwehr hat die Markise wieder befestigt. „Auch diesen Schaden konnten wir innerhalb 20 Minuten beheben“, berichtet Elsler.Zudem habe es noch vier überflutete Keller und Hofeinfahrten gegeben. Besonders stark betroffen war dabei die Reschen-Straße. „Eine halbe Stunde lang mussten wir dort mit Pumpen arbeiten“, so Elsler. Dabei hätten die Überflutungen in allen vier Fällen dieselbe Ursache gehabt: Laub habe die Abflüsse verstopft.Wieder in Pfitsch: Berufsfeuerwehr arbeitet mit Pumpen im Steinbruch„Innerhalb einer Stunde waren alle Einsätze beendet“, fasst Elsler zusammen. „Zum Glück hat es nur eine Viertelstunde so heftig geregnet.“Gegen 13.30 sind die Gewitter Richtung Belluno weitergezogen.Eine Mannschaft der Berufsfeuerwehr Bozen hat sich unterdessen wieder nach Pfitsch ausgemacht: In Folge des Unwetters hat sich der Steinbruch der Fa. Grünig abermals mit Wasser gefüllt.stol