Sonntag, 17. November 2019

Heftige Unwetter in ganz Italien

In ganz Italien wüten heftige Unwetter. In Florenz stieg der Arno stark an. In Grosseto wurden Hunderte Familien evakuiert und in Venedig wurde erneut der Markusplatz gesperrt.

Der Pegel des Arno in Florenz ist sehr hoch.
Der Pegel des Arno in Florenz ist sehr hoch. - Foto: © ANSA / CLAUDIO GIOVANNINI

Die ganze Region Venetien beklagte Unwetterschäden. Überschwemmungen gab es in den Badeortschaften Chioggia, Caorle und Jesolo. In Friaul Julisch Venetien kam es zu heftigen Niederschlägen, vor allem in Triest und in Grado. 150 Familien waren in der italienisch-französischen Grenzstadt Ventimiglia wegen Erdrutschgefahr abgeschnitten. In der piemontesischen Provinz Cuneo waren 4000 Familien wegen eines Stromausfalls ohne Licht.

Die Schlechtwetterfront erreichte auch die Toskana. In Florenz wurde der Fluss Arno beobachtet, dessen Pegel in den letzten Tagen stark gestiegen ist. Die bekannten Renaissance-Gärten Boboli in Florenz wurden wegen der Gefahr, dass Bäume einstürzen könnten, geschlossen. Befürchtet wurde, dass der Arno auch in Pisa über die Ufer tritt.



Hunderte Familien evakuiert

Überschwemmungen gab es auch in Grosseto. Im Raum der Stadt Empoli sowie in der Badeortschaft Orbetello mussten Hunderte Familien vorsichtshalber evakuiert werden, da Flüsse über die Ufer traten. 2 Personen, die mit ihrem Auto in der toskanischen Badeortschaft Capalbio stecken geblieben waren, wurden in Sicherheit gebracht.

Ebenso Süditalien ist von schweren Unwettern heimgesucht worden. Starker Wind und heftige Niederschläge verursachten Überschwemmungen in Rom. Bäume stürzten in der italienischen Hauptstadt um, Autos wurden beschädigt. Ein Autofahrer, dessen Fahrzeug von einem Baum getroffen wurde, lag in kritischem Zustand im Krankenhaus. Der Zentralfriedhof Verano wurde geschlossen.



Wetterlage auch am Montag angespannt

Der starke Wind beschädigte ferner Badeanlagen in Ostia nahe Rom und sorgte für schwierige Verhältnisse in der Hafenstadt Civitavecchia. Die Wetterlage sollte auch am Montag angespannt bleiben. Die Regierung wollte sich noch am heutigen Sonntag mit den Unwettern beschäftigen. Außenminister Luigi Di Maio kündigte eine Ministerratsitzung an, bei der Gelder für die Nothilfe beschlossen

apa/stol