Dienstag, 03. Juli 2018

Heftige Unwetter in Südtirol

Sie waren angekündigt, fielen aber heftiger aus als erwartet: In Bozen schüttete es am Dienstagnachmittag wie aus Kübeln, und auch in Meran mussten zahlreiche Wehren wegen des Gewitters ausrücken. In wenigen Stunden schlugen rund 2000 Blitze ein.

Überschwemmte Straßen im Fassatal.
Badge Local
Überschwemmte Straßen im Fassatal. - Foto: © STOL

Blitze, Donner und Regen wie aus Kübeln: Am Dienstagnachmittag öffneten sich die Himmelsschleusen über Südtirol. In Bozen führten mehrere Straßen große Mengen an Wasser.

Die Freiwilligen Feuerwehren von Bozen, Gries und Oberau-Haslach sowie die Berufsfeuerwehr Bozen rückten gleich zu mehreren Unwettereinsätzen aus.

Dabei ging es vorwiegend darum, öffentliche Verkehrswege von herabgebrochenen Baum- und Gebäudeteilen zu befreien, sowie mehrere Keller, Garagen und unterirdisch liegende Räumlichkeiten auszupumpen. 

Auch in Meran mussten mehrere Feuerwehren ausrücken: Ein Baum wurde entwurzelt und fiel auf ein Auto, auch an anderen Orten in der Passerstadt brachen Äste von den Bäumen.

Mure im Schnalstal, Hagel in Jenesien und Welschnofen

Die Feuerwehr von Katharinaberg rückte gegen 16 Uhr aus, um einen Erdrutsch zu beseitigen, der die Schnalstaler Landesstraße verlegte.

In Jenesien hagelte es am Nachmittag kurzzeitig, auch in Welschnofen fielen Hagelkörner. 

Personen im Fassatal evakuiert

Und auch im Fassatal sorgte der Regen für überschwemmte Straßen, vor allem in Moena entstanden wahre Schlammflüsse.

Vorsichtshalber wurden rund 50 Personen evakuiert.

Am Dienstag waren für das ganze Land Gewitter angesagt.

Wie Landesmeteorologe Dieter Peterlin erklärt, schlugen innerhalb von nur 3 Stunden 2000 Blitze ein.

Gegen 19 Uhr waren die schlimmsten Unwetter vorbei, der Regen hält weiter an. Die Temperaturen fielen durch die Niederschläge im ganzen Land.

stol

stol