Samstag, 22. August 2020

Feuerwehren im Dauereinsatz: Heftige Gewitter über Südtirol

Eine Kaltfront ist von der Schweiz her über das Land gezogen, vor allem im Großraum Meran sind am Samstagabend heftige Gewitter mit Hagel niedergegangen. Die Feuerwehren standen im Dauereinsatz.

Heftige Unwetter zogen am Samstagabend über Südtirol, zahlreiche Feuerwehren standen im Einsatz. Meran war ein „Hotspot“ der Unwetter. Das Video zeigt die überfluteten Lauben. - Foto: © FFW Meran
Am Samstagabend sind von Westen her teils heftige Gewitter über Südtirol gezogen. Regen und Sturmböen ließen Bäume umkippen und Äste abbrechen, im Burggrafenamt und im Großraum Bozen, wo die stärksten Gewitter gemeldet wurden, kam es zu zahlreichen Wassereintritten in Wohnungen, Kellern, Garagen und Betrieben, viele Straßen wurden überflutet.

Die Stadt Meran wurde zu einem „Hotspot“ der Gewitter. Hier kam es zu teils verheerenden Überschwemmungen. Unter anderem die Lauben wurden überflutet.

Die Freiwilligen Feuerwehren standen im ganzen Land im Dauereinsatz, um die Schäden zu beseitigen und die Straßen wieder freizulegen. Im folgenden Video sind die stürmischen Gewitter über Marling zu sehen.

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Schwere Schäden sind auch für die diesjährige Obsternte zu befürchten: Riesige Hagelkörner gingen im Großraum Meran nieder und zerstörten Teile der an den Bäumen reifenden Früchte. Das Video zeigt den heftigen Hagelschlag in Meran.

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Vielerorts wurden die Gewitter von Sturmböen begleitet, wie beispielsweise die Aufnahmen aus Sigmundskron zeigen.

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Auch im Pustertal, vor allem in der Gemeinde Welsberg-Taisten, mussten die Wehrleute mehrmals ausrücken. Hier kam es zu zahlreichen Wassereintritten in Wohnungen, Kellern und Garagen . In Winnebach ist ein Murgang am Grenzbach in die Drau abgegangen. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr und eines Baggers konnte jedoch Schlimmeres verhindert werden.

Landesweit wurden bis Samstagabend 300 Einsätze für die Freiwilligen Feuerwehren gemeldet. An die 60 Wehren mit rund 800 Einsatzkräften wurden alarmiert.

Allein bei der Berufsfeuerwehr Bozen und den Freiwilligen Feuerwehren der Landeshauptstadt schrillten am Samstag über 100 Mal die Alarmglocken.

Verletzte wurden zum Glück keine gemeldet.

stol

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