Freitag, 19. Januar 2018

Heikle Tourenbedingungen

Die Lawinengefahr bleibt besonders im Norden und Westen des Landes kritisch. Besonders am Alpenhauptkamm wird größte Vorsicht geboten.

Im Westen und Norden des Landes herrscht Lawinengefahr der Stufe 3.
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Im Westen und Norden des Landes herrscht Lawinengefahr der Stufe 3. - Foto: © APA

Im Westen und Norden des Landes herrscht weiterhin erhebliche Lawinengefahr der Stufe 3. Besonders entlang des Alpenhauptkammes ist die Situation durch die größeren Neuschneemengen und den stürmischen Wind kritisch.

Mäßige Lawinengefahr in den Dolomiten 

Frischer Triebschnee stellt die Hauptgefahr dar, er ist schon durch die Belastung einer Einzelperson auszulösen. Man findet ihn im Steilgelände aller Expositionen in Kammnähe, an Geländekanten, in Rinnen und in Mulden. Auch Fernauslösungen und spontane Lawinen sind möglich, Setzungsgeräusche und Risse in der Schneedecke können auf die Gefahr hinweisen.

Viel Erfahrung ist nötig

Im Tagesverlauf steigt speziell im sonnenexponierten Gelände die Auslösewahrscheinlichkeit für spontane Lawinen etwas an. In den zentralen Landesteilen und in den Dolomiten kann man von mäßiger Lawinengefahr der Stufe 2 ausgehen. Hier ist die Situation günstiger, da weniger Neuschnee gefallen ist und es damit weniger Gefahrenstellen im Gelände gibt. Äußerst störungsanfälliger Triebschnee hat sich aber auch hier gebildet. Viel Erfahrung in der Beurteilung der Lawinengefahr ist nötig.

Neuschnee in der Nacht auf Sonntag

In der Nacht auf Samstag kann es lokal ein paar Zentimeter Neuschnee geben, tagsüber bleibt es trocken. Erst in der Nacht auf Sonntag muss man wieder häufiger mit Neuschnee rechnen. Die Neuschneesumme an unseren Beobachterstationen der vergangenen drei Tage liegen am Alpenhauptkamm zwischen 20 und 40 cm. Dieser Neuschnee, aber auch lockerer Altschnee wurden vom oft stürmischen Wind im exponierten Gelände umfangreich verfrachtet.

stol

stol