Die beiden Urlauberinnen im Alter von 39 und 40 Jahren waren am Samstag von Zillergrund im österreichischen Zillertal zur Plauener Hütte aufgestiegen. Dort wollten sie übernachten und am nächsten Tag über das Heilig-Geist-Jöchl nach Kasern absteigen. Nachdem die Wettervorhersagen für den Sonntag aber alles andere als gut waren, entschlossen sie sich, noch am Samstag Nachmittag den Übergang über das Jöchl zu wagen.<h3> Auf 2262 Metern Höhe in Unwetter geraten </h3> Dort auf 2662 Metern stießen sie allerdings nicht nur auf große Schneemengen, sondern wurden von der Schlechtwetterfront mit Starkregen und Sturmböen überrascht. Sie kamen weder vor noch zurück. Um 18.50 Uhr setzten sie den Notruf ab. Umgehend stieg der Rettungshubschrauber Aiut Alpin auf und flog ins Ahrntal. Dort nahm er Ahrntaler Bergretter an Bord, konnte aber am Jöchl aufgrund des Sturmes nicht landen. Etwas unterhalb des Übergangs setzte er die Bergretter ab, die zu den durchnässten und stark unterkühlten Frauen aufstiegen. Sie sicherten die Urlauberinnen und begleiteten sie über die Schneefelder bis zum Hubschrauber, der sie ins Tal flog.<h3> 14 Bergretter bergen 18 Fahrräder vom Jöchl</h3>Einige Stunden zuvor waren die Bergretter aus Mayrhofen im Zillertal am Heilig-Geist-Jöchl, um dort die 18 Fahrräder zu bergen, die zurückgeblieben waren, nachdem eine Gruppe bayrischer Schüler auf einer Benefizfahrt von Bayern nach Jesolo im Schnee stecken geblieben war. 14 Bergretter waren laut „Tiroler Tageszeitung“ 6 Stunden unterwegs, um die teils schweren Räder durch tiefen Schnee und über felsiges Gelände ins Tal zu bringen. Dass die Räder von den Schülern am Donnerstag durch den tiefen Schnee 200 Höhenmeter bis zum Joch geschoben und getragen wurden, zeige, dass die Gruppe fit gewesen sei, sagte der Chef der Bergrettung, Andreas Eder, zur „TT“. Der Einsatz zur Bergung der Räder werde der Gruppe in Rechnung gestellt. <h3> Das Heilig-Geist-Jöchl</h3>Das Heilig-Geist-Jöchl im hintersten Ahrntal ist ein vielbegangener Übergang zwischen Nord- und Südtirol. Aufgrund der dort noch liegenden Schneemassen und der schlechten Witterungsbedingungen geraten in diesem Sommer viele Wanderer dort in Bergnot.